Labvakar...
"Lange" habe ich nichts geschrieben, aber die letzten tage waren echt stressig und es ging mir nicht so gut. Ich hatte ein kleines Tief. Aber der Reihe nach. Ich bin am Donnerstag, nachdem ich meine ganzen Sachen gepackt habe. Okay.. es hat lange nicht mehr in die Taschen gepasst, aber es musste dieses Mal ja auch nicht. Der Pastor, ist nämlich mit seinem Auto gekommen und hat alle meine Sachen in die neue Wohnung gefahren. In der neuen Wohnung habe ich alle Sachen erstmal abgestellt. Dann habe ich noch mein Fahrrad geholt, was ich jetzt immer im Schuppen abstellen kann, wo auch mein Holz drin ist. In der neuen Wohnung habe Internet ausprobiert, was hier bisher ohne Probleme funktioniert. Jetzt habe ich warmes Wasser in der Dusche, habe keien Nachbarn, die unter 2 Jahren sind. Keine lauten Nachbarn. Ich kann kommen und gehen, wann ich will und ich kann duschen, wann ich will und muss mich nicht an Duschzeiten halten. Ich glaube, ich könnte noch weiter Vorteile aufzählen. Am Donnerstag hatte ich in der Wohnung aber kaum mehr Zeit, dann ging es wieder zur Arbeit. Wir hatten das letzte Vorbereitungstreffen für das Apfelfest am Samstag. Es wurde ein wenig Panik verbreitet, wie viele Menschen da wohl kommen könnten. Aber die Planungen waren recht fortgeschritten und das Gespräch war doch sehr gut. Danach bin ich kurz nochmal in die alte Unterkunft und habe einen Zettel abgegeben und dann war Konfirmandenunterricht. Diesmal haben wir den Ablauf eines Gottesdienstes besprochen. Um 20h war das zu Ende und ich wollte nach Hause. Dann kam aber gerade der Transport an, der den ganzen Tag über die Dörfer gefahren ist, um Spenden für das Apfelfest entgegenzunehmen. Ich habe noch nie so viel Obst und Gemüse auf einem Fleck gesehen. Das musste nun alles in die Kirche gebracht werden. Apfelsäcke, die ich kaum tragen konnte. Danach war ich echt fertig, auch und vor allem körperlich. naja, dann bin ich wieder in meine Wohnung. Der Tag war schon echt anstrengend, weil dieser Umzug auch echt anstrengend war, ich weiß auch nicht wieso. Wahrscheinlich war da doch irgendwie eine Ungewissheit, wie es wird. Obwohl ich müde war, habe ich dann noch Besuch bekommen. Das wäre ja kein Problem gewesen, leider ist sie sehr lange geblieben aber ich mochte den Gast ja auch nicht rauswerfen. Naja, so bin ich nicht nur nicht zum Auspacken gekommen, ich habe auch nur eine kurze Nacht gehabt, denn am Freitagmorgen wollte ich zur Schule. Hier war Lehrertag. Sowas habe ich noch nie gehört, deshalb wollte ich mir das mal anschauen und Jānis hatte mich eingeladen, weil er etwas vorgeführt hat. Die Schüler haben sich nämlich für die Lehrer ein Theaterstück überlegt und es am Freitagmorgen vorgeführt. Das Theaterstück war sehr schön. Ich habe sogar ein bisschen verstanden. Am besten war natürlich die Zeit, weil Jānis etwas aufgeführt hat, weil ich da persönlichen Bezug hatte, aber auch die anderen waren schön anzuschauen. Nach dem Theaterstück hat dann noch jeder Lehrer einen Blumenstrauß bekommen. Im Anschluss daran bin ich direkt zur Gemeinde gefahren. Ich musste das Plakat von der Behindertengruppe festkleben und außerdem noch ein Plakat für den Deutschunterricht, für die Diakonie insgesamt und für die neue Jugendgruppe bestalten. Das hat sich alles sehr in die Länge gezogen. Um 13.00 hatte ich kurz eine Mittagspause. Ich wollte eigentlich nur kurz etwas einkaufen, etwas Essen und mich nochmal schlafen legen. Ich hatte 2 Stunden, aber alleine das Einkaufen hat so viel Zeit in Anspruch genommen. Ich war hier nicht in einem Supermarkt. Ich war in einem Hypermarkt. Hier gibt es echt alles. Sogar die ersten Brötchen habe ich hier in Lettland gefunden. Naja, zuhause habe ich schnell was gegessen und dann musste ich schon wieder los. Ich hatte nämlich wieder Bilder entwickeln lassen und die musste ich abholen. Natürlich für das Plakat. Natürlich kam wieder ein Transporter mit Äpfeln und Gemüse an, den wir entleeren mussten. Aber um 16 Uhr kam dann Lelde und wir haben das erste Treffen der Jugendgruppe vorbereitet. Um 17h war dann aber nur ein Mädchen da. Die Schwester von Jānis. Naja, die erste Panik war zum Glück umsonst, denn bis um 17.30 waren wir dann eine vernünftige Gruppe. Naja typisch lettisch. Nächste Woche treffen wir uns dann erst um 18 h. Sie meinten, dann würden sie pünktlich kommen. Ich bin mal gespannt. Das Treffen war eigentlich ganz cool. Wir haben erst eine kleine Runde gemacht, wo jeder ein bisschen über sich und seinem Leben erzählt hat, was mir immer sehr viel Spaß macht, weil so man wirklich etwas über die Menschen erfährt. Dann hat Lelde die Bibelstunde geleitet. Wir werden das Markusevangelium durchgehen. Da hat sie ein paar Materialien. Bei den Bibelarbeiten klinke ich mich bisher noch aus, weil mein lettisch einfach nicht ausreicht. Danach haben wir uns dann einen Namen für die Gruppe überlegt. Außerdem haben wir das Plakat noch weiter verfeinert. Am Ende war ich wieder fertig. Ich hatte Hunger, war müde und wollte nur nach Hause. Ich bin auch ziemlich schnell eingeschlafen, bin aber in der Nacht irgendwann wieder aufgewacht. Ich war kurz auf Toilette und hatte gehofft, wieder einzuschlafen. Leider hat das nicht geklappt. Ich habe sehr lange wach gelegen. Ich weiß nicht wieso, aber es war nicht schön. Naja, Samstag war dann das Apfelfest. Ich sollte um 8 Uhr da sein. Nach der schlechten Nacht, aber das kann ich vorweg nehmen, nachdem ich das Haus verlassen hatte, war ich auch nicht mehr müde. Ich hatte den Tag über aber auch immer etwas zu tun und so ging es gut. Um 8 Uhr habe ich dann mitgeholfen, die Mengen an Obst und Gemüse aus der Kirche wieder nach draußen zu tragen, wo sie dann im Laufe des Tages für einen geringen symbolischen Preis verkauft werden sollten. Alles begann offiziell um 10 Uhr mit einem Gottesdienst. Im Gottesdienst hörte ich während des Gebetes ein großes fliegendes Tier, wie sich im Nachhinein herausgestellt hat, war es eine Wespe. Wie auch immer, nachdem ich sie an meinem Ohr gehört habe, fühlte ich es, wie sie in meinen Nacken reingeflogen ist. Ich wollte sie schnell herausholen und dabei hat sie mich dann gestochen. Ich habe mich sehr erschrocken. Nach dem gottesdienst wurde ich erstmal zu der Ärtzin in der Diakonie geführt und musste einen Verband kriegen. Das war gar nicht so schlimm für mich, aber die haben so darauf gedrängt. Das nur am Rande. Nach dem Gottesdienst war dann ein großes Fest. Es waren zwar lange nicht so viele Menschen da wie erwartet bzw. teilweise befürchtet, aber es war schön. Es hat zwar immer nochmal wieder angefangen zu regnen, aber nie wirklich schlimm. Ich habe zwischendurch ein paar Spiele mit den Kindern gespielt, es waren aber leider keine neuen da und so habe ich nur mit den gespielt, die ich sowieso kannte. Außerdem sind verschiedene Chöre aufgetreten und es gab auch etwas zu essen für alle. Ich wurde immer mal wieder von ein paar Menschen angesprochen. Ob sie mich nun kennenlernen wollten, oder ob sie Informationen über den Deutschkurs haben wollte. Das waren aber alles angenehme Gespräche. Ich habe einen lettischen Volkstanz gelernt. Das hat echt Spaß gemacht. Alle Menschen waren recht fröhlich, es gab eine kleine Tombola, was die Menschen sehr erfreut hat. Was diese kleine Gemeinde hier aufgebaut hat, ist echt erstaunlich. Leider ist am Ende ganz viel Obst und Gemüse übrig geblieben. Ich weiß leider noch nicht, was damit nun passiert. Mal schauen. Dieses Fest war ein großer Erfolg. Auch ich habe mich ein wenig mit Kartoffeln und Wurzeln eingedeckt. Was ich noch erwähnenswert fand ist, dass mir aufgefallen ist, wie viele verschiedene Obst und Gemüsearten aus irgendwelchen entfernten Ländern kommen, die hier nicht angebaut werden. Natürlich war mir klar, dass Kiwi, Nektarinen und Bananen usw. nicht hier angebaut werden, aber trotzdem war es nochmal schön zu sehen, was hier in Lettland angebaut wird. Ich merke schon, ich habe wieder Probleme das auf den Punkt zu bringen, was ich eigentlich meine. Ich hoffe, man versteht trotzdem, was ich meine. Ich werde nun aufhören und den Rest morgen nachliefern.
Ar labu nakti (gute Nacht)
Sonntag, 4. Oktober 2009
Donnerstag, 1. Oktober 2009
Umzugsvorbereitungen
Labdien!
Nach einer kleinen Pause melde ich mich wieder mit einem kleinen Jubiläum. Mein 25. Post. Da heute mein 35. Tag hier in Lettland ist, ist das ein ganz guter Schnitt. Zum Jubiläum habe ich noch einen kleinen Bonbon für euch Leser. Zumindest für alle, die mit dem Kuldīga-Austausch in Verbindung stehen. Denn *Trommelwirbel* unser Camp kriegt Zuwachs. Ein Mädchen ist schwanger. Ja, diese tolle Nachricht habe ich auch beim Besuch am Wochenende mitbekommen. Die glückliche ist Aiga. Sie kann nun, nachdem sie ja gerade geheiratet hat sich auf ihr erstes Kind freuen. Sie scheint auch sehr stolz zu sein. Ich freue mich für sie. Soweit zum Wochenende nochmal.
Nun geht's aber um Dienstag und Mittwoch. Der Dienstag begann mit der Andacht, diese Woche mal wieder mit dem Pastor. Die Andacht war jetzt nicht weiter erwähnenswert, aber am Ende jeder Andacht, Bibeleinheit usw. wird gebetet. Das ist jetzt nichts besonderes, aber die Art wie gebetet wird, begeistert mich immer mehr. Ich finde, dahingegen war mein Gebet immer sehr oberflächlich, aber hier betet man für alles und jeden. relativ oft machen wir dann eine Gebetsrunde. Wo jeder etwas sagt. Das Gebet dauert dann auch mal ruhig 15-20 Minuten, man redet einfach über alles, man bedankt sich viel, merkt aber auch an, was nicht so läuft. Man sagt einfach alles. Man betet auch viel mehr für andere Menschen. Die Gebetszeit genieße ich immer sehr. Kann ich nur weiterempfehlen, auch mal auszuprobieren. Abgeschlossen wird es dann mit einem gemeinsamen Vater Unser.
Am Dienstag bin ich dann an den PC und wollte ein bisschen etwas vorbereiten. Dann war aber immer etwas los. Ich finde es immer ganz angenehm, wenn auf der Arbeit immer etwas anderes anliegt. So habe ich oben in der Kartoffel und Apfelsäcke für das Apfelfest am Samstag geschleppt. Ich habe etwas in der Kleiderkammer geholfen und der die Handarbeitsgrupe hat sich wieder getroffen. Da muss ich mich ja auch mal entschuldigen. Meine Oma (schöne Grüße an der Stelle) hat eingelenkt, ich stricke in der Handarbeitsgruppe nicht. Ich häkele nur. Es tut mir Leid, aber nun kenne ich auch da den Unterschied. Aber, was nicht ist, kann ja noch werden, weil die anderen auch teilweise stricken. Aber ich bleibe erst mal bei dem Schal. Diesen Dienstag wurde allerdings weder viel gehäkelt noch viel gestrickt. Es wurde gekocht. Jeder hat etwas mitgebracht und dann wurde etwas gekocht. Ich habe allerdings mit einem kleinen Teil der Gruppe weiter gehäkelt. Es gab dann Salat und Torte. War wie immer sehr lecker. Ich habe dann für alle abgewaschen, weil ich nicht wusste, dass ich etwas mitbringen sollte. Beim nächsten Mal sagen sie mir aber hoffentlich bescheid. An dem Dienstag hatte ich immer wieder kleinere Gespräche, wo ich mein lettisch probiert habe aufzubessern. Ich muss einfach viel mehr sprechen. Naja, ich war noch einkaufen und bin dann wieder nach Hause gefahren. Einen Vorteil werde ich in der neuen Wohnung nicht mehr haben, der nächste Supermarkt ist nicht genau neben dem Haus. Naja, am Nachmittag wollte ich anfangen meine Sachen zu packen, bin aber nicht voran gekommen. Ich habe nochmal wieder gewaschen. Am späten Nachmittag haben wir uns dann wieder getroffen. Bei dem Treffen ging es um die Sonntagsschule. Zunächst haben wir uns über den Auftritt im Kinderheim unterhalten. Aber das fanden alle nicht so toll und wir haben überlegt, was wir besser machen können. Das Problem daran ist, dass viele Kinder da nur für einen oder zwei Monate leben. ich habe nicht verstanden wieso, aber dadurch kann man kein Vertrauen aufbauen und letztes Mal war wohl eine ganz andere Zielgruppe da. Naja, aber wir werden nicht aufgeben und treffen uns demnächst zur nächsten Vorbereitung. Desweiteren ging in dem treffen am Dienstag um die am Sonntag startende Sonntagsschule hier in der Gemeinde. Diesen Sonntag ist hier Ernte-Dank-Fest und die Sonntagsschule beginnt mit einem Gottesdienst, bevor dann nächste Woche die richtige Gruppe beginnt. Im Gottesdienst soll ich mit den anderen zusammen ein Gebet sprechen. Nach dem Treffen hatte ich frei.
Am Mittwoch habe ich auf der Arbeit ein Plakat über die Behindertenarbeit der Diakonie gemacht. Das hat ziemlich viel Zeit in Anspruch genommen, weil es ja auf lettisch sein musste. Sigrida hat dann immer etwas auf einen Zettel geschrieben und ich habe es abgetippt, so formatiert, wie ihr das passte und wieder ausgedruckt. Das war echt sehr mühsam, weil sie selbst nicht so genau wusste, wie sie es haben möchte... Aber nun sind wir so gut wie durch. Wir müssen nur noch alles aufkleben. Das machen wir am Freitagvormittag. Btw. Dafür muss ich noch Klebe kaufen. Aber im Nachhinein war ich schon glücklich. Wir haben wieder etwas zustande gebracht. Ich bin darüber sehr zufrieden und Sigrida ist sowieso immer glücklich, wenn etwas funktioniert.
Am Nachmittag bin ich nach Hause und wollte anfangen zu packen für meinen Umzug. Das war aber schwieriger als erwartet. Ich bin immer wieder durch irgendetwas abgelenkt worden. Ich muss aber gestehen, ich habe das Packen der Sachen nach 5 Wochen auch irgendwie als Rückblick genutzt. Viele Momente, die ich hier erlebt habe, verbinde ich mit irgendwelchen besonderen Dingen. Aber überwiegend waren es schöne Momente. Naja, ich habe mich halt immer wieder erwischt, dass ich eigentlich gar nicht aufräume, sondern immer wieder etwas anderes mache. Um 18 h war dann nochmal die Bibelstunde. Jānis, den ich am Anfang mal gefragt hatte, ob er mitkommt, war wieder da. Das hat mich irgendwie gefreut. Sowieso waren diese Woche viele da. Es war diesmal aber nicht so gut, weil ich vielleicht mit den Gedanken woanders war, oder weil der Text mir auch nicht so zugesagt hat. Naja, ich bin danach wieder nach Hause. Eigentlich wollte ich endlich alles aufräumen, aber ich bin wieder nicht dazu gekommen. Mir wurde ein türkischer Student vorgestellt, der jetzt neben mir wohnen würden und ich habe viel telefoniert und bin halt nicht richtig voran gekommen. Bevor ich schlafen gegangen bin, hatte ich dann alles, was ich fertig haben wollte, fertig.
Nach einer kleinen Pause melde ich mich wieder mit einem kleinen Jubiläum. Mein 25. Post. Da heute mein 35. Tag hier in Lettland ist, ist das ein ganz guter Schnitt. Zum Jubiläum habe ich noch einen kleinen Bonbon für euch Leser. Zumindest für alle, die mit dem Kuldīga-Austausch in Verbindung stehen. Denn *Trommelwirbel* unser Camp kriegt Zuwachs. Ein Mädchen ist schwanger. Ja, diese tolle Nachricht habe ich auch beim Besuch am Wochenende mitbekommen. Die glückliche ist Aiga. Sie kann nun, nachdem sie ja gerade geheiratet hat sich auf ihr erstes Kind freuen. Sie scheint auch sehr stolz zu sein. Ich freue mich für sie. Soweit zum Wochenende nochmal.
Nun geht's aber um Dienstag und Mittwoch. Der Dienstag begann mit der Andacht, diese Woche mal wieder mit dem Pastor. Die Andacht war jetzt nicht weiter erwähnenswert, aber am Ende jeder Andacht, Bibeleinheit usw. wird gebetet. Das ist jetzt nichts besonderes, aber die Art wie gebetet wird, begeistert mich immer mehr. Ich finde, dahingegen war mein Gebet immer sehr oberflächlich, aber hier betet man für alles und jeden. relativ oft machen wir dann eine Gebetsrunde. Wo jeder etwas sagt. Das Gebet dauert dann auch mal ruhig 15-20 Minuten, man redet einfach über alles, man bedankt sich viel, merkt aber auch an, was nicht so läuft. Man sagt einfach alles. Man betet auch viel mehr für andere Menschen. Die Gebetszeit genieße ich immer sehr. Kann ich nur weiterempfehlen, auch mal auszuprobieren. Abgeschlossen wird es dann mit einem gemeinsamen Vater Unser.
Am Dienstag bin ich dann an den PC und wollte ein bisschen etwas vorbereiten. Dann war aber immer etwas los. Ich finde es immer ganz angenehm, wenn auf der Arbeit immer etwas anderes anliegt. So habe ich oben in der Kartoffel und Apfelsäcke für das Apfelfest am Samstag geschleppt. Ich habe etwas in der Kleiderkammer geholfen und der die Handarbeitsgrupe hat sich wieder getroffen. Da muss ich mich ja auch mal entschuldigen. Meine Oma (schöne Grüße an der Stelle) hat eingelenkt, ich stricke in der Handarbeitsgruppe nicht. Ich häkele nur. Es tut mir Leid, aber nun kenne ich auch da den Unterschied. Aber, was nicht ist, kann ja noch werden, weil die anderen auch teilweise stricken. Aber ich bleibe erst mal bei dem Schal. Diesen Dienstag wurde allerdings weder viel gehäkelt noch viel gestrickt. Es wurde gekocht. Jeder hat etwas mitgebracht und dann wurde etwas gekocht. Ich habe allerdings mit einem kleinen Teil der Gruppe weiter gehäkelt. Es gab dann Salat und Torte. War wie immer sehr lecker. Ich habe dann für alle abgewaschen, weil ich nicht wusste, dass ich etwas mitbringen sollte. Beim nächsten Mal sagen sie mir aber hoffentlich bescheid. An dem Dienstag hatte ich immer wieder kleinere Gespräche, wo ich mein lettisch probiert habe aufzubessern. Ich muss einfach viel mehr sprechen. Naja, ich war noch einkaufen und bin dann wieder nach Hause gefahren. Einen Vorteil werde ich in der neuen Wohnung nicht mehr haben, der nächste Supermarkt ist nicht genau neben dem Haus. Naja, am Nachmittag wollte ich anfangen meine Sachen zu packen, bin aber nicht voran gekommen. Ich habe nochmal wieder gewaschen. Am späten Nachmittag haben wir uns dann wieder getroffen. Bei dem Treffen ging es um die Sonntagsschule. Zunächst haben wir uns über den Auftritt im Kinderheim unterhalten. Aber das fanden alle nicht so toll und wir haben überlegt, was wir besser machen können. Das Problem daran ist, dass viele Kinder da nur für einen oder zwei Monate leben. ich habe nicht verstanden wieso, aber dadurch kann man kein Vertrauen aufbauen und letztes Mal war wohl eine ganz andere Zielgruppe da. Naja, aber wir werden nicht aufgeben und treffen uns demnächst zur nächsten Vorbereitung. Desweiteren ging in dem treffen am Dienstag um die am Sonntag startende Sonntagsschule hier in der Gemeinde. Diesen Sonntag ist hier Ernte-Dank-Fest und die Sonntagsschule beginnt mit einem Gottesdienst, bevor dann nächste Woche die richtige Gruppe beginnt. Im Gottesdienst soll ich mit den anderen zusammen ein Gebet sprechen. Nach dem Treffen hatte ich frei.
Am Mittwoch habe ich auf der Arbeit ein Plakat über die Behindertenarbeit der Diakonie gemacht. Das hat ziemlich viel Zeit in Anspruch genommen, weil es ja auf lettisch sein musste. Sigrida hat dann immer etwas auf einen Zettel geschrieben und ich habe es abgetippt, so formatiert, wie ihr das passte und wieder ausgedruckt. Das war echt sehr mühsam, weil sie selbst nicht so genau wusste, wie sie es haben möchte... Aber nun sind wir so gut wie durch. Wir müssen nur noch alles aufkleben. Das machen wir am Freitagvormittag. Btw. Dafür muss ich noch Klebe kaufen. Aber im Nachhinein war ich schon glücklich. Wir haben wieder etwas zustande gebracht. Ich bin darüber sehr zufrieden und Sigrida ist sowieso immer glücklich, wenn etwas funktioniert.
Am Nachmittag bin ich nach Hause und wollte anfangen zu packen für meinen Umzug. Das war aber schwieriger als erwartet. Ich bin immer wieder durch irgendetwas abgelenkt worden. Ich muss aber gestehen, ich habe das Packen der Sachen nach 5 Wochen auch irgendwie als Rückblick genutzt. Viele Momente, die ich hier erlebt habe, verbinde ich mit irgendwelchen besonderen Dingen. Aber überwiegend waren es schöne Momente. Naja, ich habe mich halt immer wieder erwischt, dass ich eigentlich gar nicht aufräume, sondern immer wieder etwas anderes mache. Um 18 h war dann nochmal die Bibelstunde. Jānis, den ich am Anfang mal gefragt hatte, ob er mitkommt, war wieder da. Das hat mich irgendwie gefreut. Sowieso waren diese Woche viele da. Es war diesmal aber nicht so gut, weil ich vielleicht mit den Gedanken woanders war, oder weil der Text mir auch nicht so zugesagt hat. Naja, ich bin danach wieder nach Hause. Eigentlich wollte ich endlich alles aufräumen, aber ich bin wieder nicht dazu gekommen. Mir wurde ein türkischer Student vorgestellt, der jetzt neben mir wohnen würden und ich habe viel telefoniert und bin halt nicht richtig voran gekommen. Bevor ich schlafen gegangen bin, hatte ich dann alles, was ich fertig haben wollte, fertig.
Dienstag, 29. September 2009
Kuldīga Wochenende II
Mit einem Tag Verspätung melde ich mich wieder. Ich habe gestern nichts gemacht und nichts geschafft. Das Wetter passte perfekt in die Situation. Nun gut...
Am Samstag bin ich dann also in die Volleyballhalle gebracht worden und dort habe ich Davis und Jurģis getroffen. In dem Spiel spielten Klassenkameraden von Jurģis und wenn man parteiisch ist, macht fast jeder Sport Spaß anzuschauen. Danach sind wir zu dritt zur Kirche, wo meine Tasche noch stand. Die haben wir geholt, sind dann zu Davis nach Hause. Wir waren aber nur kurz da und dann sind wir einkaufen gegangen. Wir haben uns für das Eishockeyspiel eingedeckt. Dynamo Riga. Die spielen in der russischen Liga mit und viele lettische Nationalspieler spielen in dem Team. Das Team ist das einzige lettische Team in der Liga und deshalb stehen sehr viele Letten hinter dem Team. Das Spiel war aber nicht so spannend, wie mir erklärt wurde, lag es daran, dass beide Mannschaften sehr taktisch gespielt haben. Am Ende ging das Spiel knapp mit 1:2 verloren. Wir haben dann noch ein bisschen Bundesliga geguckt, mit englischem Kommentar, war ganz cool. Den restlichen Abend haben wir dann bei Jurģis verbracht, nichts Besonderes, aber es war schön.
Als Davis und ich dann zu ihm zurückgekommen waren, hatte die Mutter extra für uns Pfannkuchen gemacht. Das fand ich total lieb. Wir sind dann zu Davis ins Zimmer, wo auch sein Bruder war. Dort haben wir ein bisschen Playstation gespielt. Irgendwann ist mir aufgefallen, dass sein 8-jähriger Bruder auch ein bisschen englisch versteht. Ich habe anfangs ganz einfach mit ihm geredet und langsam. Dann ist mir aber aufgefallen, dass er sehr gut Englisch spricht. Das hat mich echt umgehauen. Mit seinen 8 Jahren konnte er besser englisch sprechen als ich mit 16. Er meinte, das habe er alles aufgrund der Cartoons gelehrt. Das hat mich echt umgehauen. Am Abend habe ich noch sein Englischbuch gesehen, was weit unter seinem Niveau war, er meinte auch, dass er sich dort langweile. Naja, nach einer Diskussion mit Davis, wer in welchem Bett schläft (er wollte, dass ich in sein Bett gehe und er auf der Luftmatratze schläft = hab ich mich durchgesetzt und auf der Matratze geschlafen) sind wir dann auch schlafen gegangen.
Am nächsten Morgen, als die Mutter das sah, dass ich auf der Luftmatratze geschlafen hatte, war sie ein bisschen sauer auf Davis und ich habe probiert ihr klar zu machen, dass ich das wollte. Die Gastfreundschaft ist hier echt so groß. Die Luftmatratze ist aber mindestens genauso gut, wie mein Bett hier, wenn nicht noch besser gewesen.
Am Vormittag haben wir nichts Besonderes gemacht. Aber es muss ja nicht immer Aktion sein. Wir waren im Internet, haben Fernsehen geguckt und haben gespielt. Ich fand es schön. Nach dem Mittagessen, was wieder sehr, sehr lecker war, bin ich dann mit Davis und Jurģis in den Gottesdienst. Ich glaube, normalerweise gehen die beiden nicht, aber sie sind trotzdem mitgekommen, was mich sehr gefreut hat. Davis hat mir sogar ein bisschen von der Predigt übersetzt. Ansonsten habe ich im Gottesdienst doch ein paar Unterschiede zu dem in meiner Gemeinde in Liepāja festgestellt. Neben der Zeit(in Kuldīga waren es fast 2 Stunden) sind viele einzelne Dinge viel mehr herausgehoben worden und ich hatte das Gefühl, wir standen im Gottesdienst noch mehr.
Naja, wir sind dann wieder ans andere Ende der Stadt zu Davis nach Hause gegangen. Bei der Verabschiedung mit den Eltern meinte der Vater, ich solle doch bitte bald wieder kommen, denn die Mutter hat lange nicht so gut gekocht. Einerseits ist es ja sehr schön, dass mich alle so gastfreundlich willkommen heißen, aber ich habe auch immer wieder ein schlechtes Gefühl. Deswegen wollte ich auch auf der Luftmatratze schlafen. Ein bisschen weniger Gastfreundschaft wäre auch voll in Ordnung. Ich habe Davis auf jeden Fall auch eingeladen nach Liepāja zu kommen. Ich würde mich freuen, wenn ich hier ein bisschen Gastfreundschaft zurück geben könnte.
Mal schauen, ob er es annimmt. Zwischenzeitlich hieß es, dass er noch im Oktober kommt.
Die Rückfahrt war irgendwie anstrengend, vielleicht war ich doch müde, aber die ging gar nicht um und bei den Straßenverhältnissen wacht man auch immer wieder auf. Es sind nicht nur die Fahrradwege schlecht ausgebaut. Aber gut.
Gestern am Montag habe ich, wenn ich mich so erinnere wirklich kaum was gemacht. Ich weiß echt nicht, wo die Zeit geblieben ist. Naja. Ich war wieder in der Kinderbücherei, um vielleicht irgendwann wirklich mal lettisch sprechen zu können. Mein Deutschunterricht fand wieder statt. Diesmal waren viele alte Frauen, nicht da, als ich die heute gefragt habe, warum, meinten sie, das lag am Wetter. Ich bin mal gespannt, wie sich das entwickelt. Den ersten Block, wir stellen uns vor, möchte ich nächste Woche abschließen. Was danach kommt, dürfen sie sich bis zur nächsten Stunde überlegen.
Am Abend hatte ich noch Besuch von Lelde, wo wir uns über die am Freitag startende Jugendgruppe unterhalten haben. Aber nicht nur, wir haben uns auch ausgetauscht, was wir so am Wochenende gemacht haben. Lelde ist hier schon eine richtig gute Freundin geworden.
So wenig, wie gestern passiert ist, ist heute schon wieder ganz viel passiert. Den Bericht reiche ich dann wieder nach. Am Donnerstag ist mein Umzug und dann habe ich auch wieder mehr Zeit.
Am Samstag bin ich dann also in die Volleyballhalle gebracht worden und dort habe ich Davis und Jurģis getroffen. In dem Spiel spielten Klassenkameraden von Jurģis und wenn man parteiisch ist, macht fast jeder Sport Spaß anzuschauen. Danach sind wir zu dritt zur Kirche, wo meine Tasche noch stand. Die haben wir geholt, sind dann zu Davis nach Hause. Wir waren aber nur kurz da und dann sind wir einkaufen gegangen. Wir haben uns für das Eishockeyspiel eingedeckt. Dynamo Riga. Die spielen in der russischen Liga mit und viele lettische Nationalspieler spielen in dem Team. Das Team ist das einzige lettische Team in der Liga und deshalb stehen sehr viele Letten hinter dem Team. Das Spiel war aber nicht so spannend, wie mir erklärt wurde, lag es daran, dass beide Mannschaften sehr taktisch gespielt haben. Am Ende ging das Spiel knapp mit 1:2 verloren. Wir haben dann noch ein bisschen Bundesliga geguckt, mit englischem Kommentar, war ganz cool. Den restlichen Abend haben wir dann bei Jurģis verbracht, nichts Besonderes, aber es war schön.
Als Davis und ich dann zu ihm zurückgekommen waren, hatte die Mutter extra für uns Pfannkuchen gemacht. Das fand ich total lieb. Wir sind dann zu Davis ins Zimmer, wo auch sein Bruder war. Dort haben wir ein bisschen Playstation gespielt. Irgendwann ist mir aufgefallen, dass sein 8-jähriger Bruder auch ein bisschen englisch versteht. Ich habe anfangs ganz einfach mit ihm geredet und langsam. Dann ist mir aber aufgefallen, dass er sehr gut Englisch spricht. Das hat mich echt umgehauen. Mit seinen 8 Jahren konnte er besser englisch sprechen als ich mit 16. Er meinte, das habe er alles aufgrund der Cartoons gelehrt. Das hat mich echt umgehauen. Am Abend habe ich noch sein Englischbuch gesehen, was weit unter seinem Niveau war, er meinte auch, dass er sich dort langweile. Naja, nach einer Diskussion mit Davis, wer in welchem Bett schläft (er wollte, dass ich in sein Bett gehe und er auf der Luftmatratze schläft = hab ich mich durchgesetzt und auf der Matratze geschlafen) sind wir dann auch schlafen gegangen.
Am nächsten Morgen, als die Mutter das sah, dass ich auf der Luftmatratze geschlafen hatte, war sie ein bisschen sauer auf Davis und ich habe probiert ihr klar zu machen, dass ich das wollte. Die Gastfreundschaft ist hier echt so groß. Die Luftmatratze ist aber mindestens genauso gut, wie mein Bett hier, wenn nicht noch besser gewesen.
Am Vormittag haben wir nichts Besonderes gemacht. Aber es muss ja nicht immer Aktion sein. Wir waren im Internet, haben Fernsehen geguckt und haben gespielt. Ich fand es schön. Nach dem Mittagessen, was wieder sehr, sehr lecker war, bin ich dann mit Davis und Jurģis in den Gottesdienst. Ich glaube, normalerweise gehen die beiden nicht, aber sie sind trotzdem mitgekommen, was mich sehr gefreut hat. Davis hat mir sogar ein bisschen von der Predigt übersetzt. Ansonsten habe ich im Gottesdienst doch ein paar Unterschiede zu dem in meiner Gemeinde in Liepāja festgestellt. Neben der Zeit(in Kuldīga waren es fast 2 Stunden) sind viele einzelne Dinge viel mehr herausgehoben worden und ich hatte das Gefühl, wir standen im Gottesdienst noch mehr.
Naja, wir sind dann wieder ans andere Ende der Stadt zu Davis nach Hause gegangen. Bei der Verabschiedung mit den Eltern meinte der Vater, ich solle doch bitte bald wieder kommen, denn die Mutter hat lange nicht so gut gekocht. Einerseits ist es ja sehr schön, dass mich alle so gastfreundlich willkommen heißen, aber ich habe auch immer wieder ein schlechtes Gefühl. Deswegen wollte ich auch auf der Luftmatratze schlafen. Ein bisschen weniger Gastfreundschaft wäre auch voll in Ordnung. Ich habe Davis auf jeden Fall auch eingeladen nach Liepāja zu kommen. Ich würde mich freuen, wenn ich hier ein bisschen Gastfreundschaft zurück geben könnte.
Mal schauen, ob er es annimmt. Zwischenzeitlich hieß es, dass er noch im Oktober kommt.
Die Rückfahrt war irgendwie anstrengend, vielleicht war ich doch müde, aber die ging gar nicht um und bei den Straßenverhältnissen wacht man auch immer wieder auf. Es sind nicht nur die Fahrradwege schlecht ausgebaut. Aber gut.
Gestern am Montag habe ich, wenn ich mich so erinnere wirklich kaum was gemacht. Ich weiß echt nicht, wo die Zeit geblieben ist. Naja. Ich war wieder in der Kinderbücherei, um vielleicht irgendwann wirklich mal lettisch sprechen zu können. Mein Deutschunterricht fand wieder statt. Diesmal waren viele alte Frauen, nicht da, als ich die heute gefragt habe, warum, meinten sie, das lag am Wetter. Ich bin mal gespannt, wie sich das entwickelt. Den ersten Block, wir stellen uns vor, möchte ich nächste Woche abschließen. Was danach kommt, dürfen sie sich bis zur nächsten Stunde überlegen.
Am Abend hatte ich noch Besuch von Lelde, wo wir uns über die am Freitag startende Jugendgruppe unterhalten haben. Aber nicht nur, wir haben uns auch ausgetauscht, was wir so am Wochenende gemacht haben. Lelde ist hier schon eine richtig gute Freundin geworden.
So wenig, wie gestern passiert ist, ist heute schon wieder ganz viel passiert. Den Bericht reiche ich dann wieder nach. Am Donnerstag ist mein Umzug und dann habe ich auch wieder mehr Zeit.
Sonntag, 27. September 2009
Kuldīga Wochenende I
Hey, nach einen für mich langen, aber super schönem Wochenende melde ich mich mal wieder.
Zunächst muss ich aber noch von der Feuerparty am Donnerstag erzählen. Die fand nach dem Konfirmandenunterricht statt. Davor bin ich noch kurz zum Strand, weil hier zurzeit relativ schlechtes Wetter ist. Es regnet zwar nicht, aber es ist hier sehr viel Sturm. Aber Liepāja wird nicht umsonst die Stadt des Windes genannt. Am Strand wollte ich ein paar Bilder von den Wellen machen. Das ist mir nicht so gut gelungen, aber es war toll da zu sein und den Wind zu genießen. Nun gut. Dann bin ich in meine 2 Minuten vom Strand entfernte neue Wohnung gefahren. Zunächst war die Inhaberin noch nicht da, aber ihr Freund hat mich sehr freundlich begrüßt. Als sie kam, bin ich (mittlerweile hatte es doch geregnet) raus in den Schuppen und dort musste ich Holz holen. Der ganze Schuppen ist voll. Wenn ich das noch alles verbrennen soll, dann habe ich wirklich noch viel Spaß damit. Aber so soll es sein. Naja, ich bin dann nach oben, habe noch kurz gelernt wie man den Ofen reinigt und was sonst noch so wichtig ist und dann habe ich das erste Feuer gemacht. Es ist doch sehr anders, als zuhause, weil man hier viel weniger Platz hat. Aber das hat ganz gut geklappt. Ich war zufrieden. Als das Feuer dann an war, haben wir einen Hausrundgang gemacht und alle wichtigen Nachbarn besucht und ich habe mich mit meinen 3 lettischen Standartsätzen vorgestellt und die Nachbarn waren alle sehr nett und habe mir ihre Hilfe angeboten. Oben in der Wohnung gab es dann Essen von ihrem Freund, wie immer sehr lecker. Danach war nicht mehr so viel los, wir haben alles weitere besprochen. Ich hab sie noch darauf hingewiesen, dass wenn sie am 1. Oktober ankommt, relativ viel einkaufen muss, weil sie ja am 3+4.Oktober nichts kriegt. In Lettland haben die Geschäfte ja jeden Tag von 8-22 Uhr auf.
Nun gut. Am Freitag hatte ich das Wochengespräch mit dem Pastor und wir haben noch einmal alles besprochen, was in der letzten Woche war. Ich finde diese Gespräche sehr wichtig. Ich kann einfach alles erzählen und habe schon gutes Vertrauen in den Pastor. Auch, wenn mir etwas nicht gefällt, kann ich das mit gutem Gewissen ansprechen, weil er sehr daran interessiert ist, alles noch besser zu machen. Das gefällt mir sehr. Ich habe den Pastor anfangs ganz anders eingeschätzt. Wir haben am Freitag gute 2 Stunden geredet. Natürlich haben wir auch noch über die kommende Woche geredet, aber der Rückblick war das Hauptgespräch.
Nach dem Gespräch bin ich, nachdem ich mir ein Ticket für den Bus gekauft hab, nach Hause, dort habe ich gegessen und meine Sachen gepackt. Dann bin ich auch recht bald los. Ich bin zu Fuß zur Busstation gegangen. Dort habe ich mich mit Madars und Linda getroffen, die mit dem gleichen Bus gefahren sind. Der Bus war so voll und viele haben die gesamte Fahrt (1 1/2 h) gestanden. Ich hatte mir zum Glück schon am Vormittag ein Ticket geholt und konnte sitzen.
In Kuldīga wurde ich dann sofort an der Bushaltestelle abgeholt. Vita ist dann mit mir zur Kirche und meinem Zimmer gegangen. im Gemeindehaus wurde ich dann auch sehr freundlich begrüßt. Das macht hier echt Spaß. Nachdem ich einen Schlüssel und ein sehr lange Einführung in das Türschloss bekommen hatte, bin ich mit Vita zum breitesten Wasserfall Europas gegangen. Um 18h musste sie dann zur Arbeit und ich habe mich in die Kirche gesetzt. Dort war ein Konzert, wenn ich das richtig verstanden habe auch mit dem besten Saxophonisten Europas. Das war schon echt interessant zu sehen, was der mit dem Instrument so alles anstellen konnte. Danach hat sich dann die Kuldīga Gruppe getroffen, die beim Austausch mitmacht. Wir waren zwar "nur" 9 aber das war schön die wiederzutreffen. Natürlich wurde ich erst mal über das Blamable 1:1 von Hertha BSC gegen Ventspils angesprochen. Für die war das ein Highlight. Das Treffen an sich fand ich aber nicht so gut. Ich habe das vielleicht auch nicht ganz verstanden, naja, das offene Gespräch danach hat mir mehr gefallen. Nach dem Treffen war ich dann alleine im Gemeindehaus und ich hatte ein großes Badezimmer und 5 Betten für mich. Okay.. ich habe nur eins benutzt. Das war aber gut dort. Das Beste war allerdings die warme Dusche am nächsten Morgen. Ich habe hier in Liepāja jetzt zwar auch herausgefunden, dass ich erst 5-8 Minuten auf das warme Wasser warten muss, aber so warm wie in Kuldīga wird es trotzdem nie. Naja nach einer Erholsamen langen Nacht habe ich mich in der Sporthalle mit einigen aus der Gruppe getroffen. Kārlis hatte ein Basketballmatch. Gegen Liepāja. Naja, ich war dann für Kuldīga und die haben auch sehr deutlich gewonnen. Als Karlis 5 Minuten vor Ende eingewechselt wurde, hat er sogar getroffen. Da hat seine persönliche Fankurve ganz gut gejubelt. Das war ganz schön. Nach dem Spiel hat eine jüngere Mannschaft gespielt. Auch Liepāja gegen Kuldīga. Das war ganz lustig, weil ich den einen aus Liepāja kannte. Der hat ganz geil geguckt, als er mich erkannt hat. Nach den Basketballspielen wurde ich dann in die Volleyballhalle gebracht.
Was ich den restliche Samstag und Sonntag gemacht, kommt dann morgen... Jetzt bin ich doch sehr müde.
Zunächst muss ich aber noch von der Feuerparty am Donnerstag erzählen. Die fand nach dem Konfirmandenunterricht statt. Davor bin ich noch kurz zum Strand, weil hier zurzeit relativ schlechtes Wetter ist. Es regnet zwar nicht, aber es ist hier sehr viel Sturm. Aber Liepāja wird nicht umsonst die Stadt des Windes genannt. Am Strand wollte ich ein paar Bilder von den Wellen machen. Das ist mir nicht so gut gelungen, aber es war toll da zu sein und den Wind zu genießen. Nun gut. Dann bin ich in meine 2 Minuten vom Strand entfernte neue Wohnung gefahren. Zunächst war die Inhaberin noch nicht da, aber ihr Freund hat mich sehr freundlich begrüßt. Als sie kam, bin ich (mittlerweile hatte es doch geregnet) raus in den Schuppen und dort musste ich Holz holen. Der ganze Schuppen ist voll. Wenn ich das noch alles verbrennen soll, dann habe ich wirklich noch viel Spaß damit. Aber so soll es sein. Naja, ich bin dann nach oben, habe noch kurz gelernt wie man den Ofen reinigt und was sonst noch so wichtig ist und dann habe ich das erste Feuer gemacht. Es ist doch sehr anders, als zuhause, weil man hier viel weniger Platz hat. Aber das hat ganz gut geklappt. Ich war zufrieden. Als das Feuer dann an war, haben wir einen Hausrundgang gemacht und alle wichtigen Nachbarn besucht und ich habe mich mit meinen 3 lettischen Standartsätzen vorgestellt und die Nachbarn waren alle sehr nett und habe mir ihre Hilfe angeboten. Oben in der Wohnung gab es dann Essen von ihrem Freund, wie immer sehr lecker. Danach war nicht mehr so viel los, wir haben alles weitere besprochen. Ich hab sie noch darauf hingewiesen, dass wenn sie am 1. Oktober ankommt, relativ viel einkaufen muss, weil sie ja am 3+4.Oktober nichts kriegt. In Lettland haben die Geschäfte ja jeden Tag von 8-22 Uhr auf.
Nun gut. Am Freitag hatte ich das Wochengespräch mit dem Pastor und wir haben noch einmal alles besprochen, was in der letzten Woche war. Ich finde diese Gespräche sehr wichtig. Ich kann einfach alles erzählen und habe schon gutes Vertrauen in den Pastor. Auch, wenn mir etwas nicht gefällt, kann ich das mit gutem Gewissen ansprechen, weil er sehr daran interessiert ist, alles noch besser zu machen. Das gefällt mir sehr. Ich habe den Pastor anfangs ganz anders eingeschätzt. Wir haben am Freitag gute 2 Stunden geredet. Natürlich haben wir auch noch über die kommende Woche geredet, aber der Rückblick war das Hauptgespräch.
Nach dem Gespräch bin ich, nachdem ich mir ein Ticket für den Bus gekauft hab, nach Hause, dort habe ich gegessen und meine Sachen gepackt. Dann bin ich auch recht bald los. Ich bin zu Fuß zur Busstation gegangen. Dort habe ich mich mit Madars und Linda getroffen, die mit dem gleichen Bus gefahren sind. Der Bus war so voll und viele haben die gesamte Fahrt (1 1/2 h) gestanden. Ich hatte mir zum Glück schon am Vormittag ein Ticket geholt und konnte sitzen.
In Kuldīga wurde ich dann sofort an der Bushaltestelle abgeholt. Vita ist dann mit mir zur Kirche und meinem Zimmer gegangen. im Gemeindehaus wurde ich dann auch sehr freundlich begrüßt. Das macht hier echt Spaß. Nachdem ich einen Schlüssel und ein sehr lange Einführung in das Türschloss bekommen hatte, bin ich mit Vita zum breitesten Wasserfall Europas gegangen. Um 18h musste sie dann zur Arbeit und ich habe mich in die Kirche gesetzt. Dort war ein Konzert, wenn ich das richtig verstanden habe auch mit dem besten Saxophonisten Europas. Das war schon echt interessant zu sehen, was der mit dem Instrument so alles anstellen konnte. Danach hat sich dann die Kuldīga Gruppe getroffen, die beim Austausch mitmacht. Wir waren zwar "nur" 9 aber das war schön die wiederzutreffen. Natürlich wurde ich erst mal über das Blamable 1:1 von Hertha BSC gegen Ventspils angesprochen. Für die war das ein Highlight. Das Treffen an sich fand ich aber nicht so gut. Ich habe das vielleicht auch nicht ganz verstanden, naja, das offene Gespräch danach hat mir mehr gefallen. Nach dem Treffen war ich dann alleine im Gemeindehaus und ich hatte ein großes Badezimmer und 5 Betten für mich. Okay.. ich habe nur eins benutzt. Das war aber gut dort. Das Beste war allerdings die warme Dusche am nächsten Morgen. Ich habe hier in Liepāja jetzt zwar auch herausgefunden, dass ich erst 5-8 Minuten auf das warme Wasser warten muss, aber so warm wie in Kuldīga wird es trotzdem nie. Naja nach einer Erholsamen langen Nacht habe ich mich in der Sporthalle mit einigen aus der Gruppe getroffen. Kārlis hatte ein Basketballmatch. Gegen Liepāja. Naja, ich war dann für Kuldīga und die haben auch sehr deutlich gewonnen. Als Karlis 5 Minuten vor Ende eingewechselt wurde, hat er sogar getroffen. Da hat seine persönliche Fankurve ganz gut gejubelt. Das war ganz schön. Nach dem Spiel hat eine jüngere Mannschaft gespielt. Auch Liepāja gegen Kuldīga. Das war ganz lustig, weil ich den einen aus Liepāja kannte. Der hat ganz geil geguckt, als er mich erkannt hat. Nach den Basketballspielen wurde ich dann in die Volleyballhalle gebracht.
Was ich den restliche Samstag und Sonntag gemacht, kommt dann morgen... Jetzt bin ich doch sehr müde.
Donnerstag, 24. September 2009
die geplatzte Bierflasche
Der Blog gestern war für meine Mutter, sie hatte Geburtstag. Dafür hatte ich ein kleines Lied rausgesucht.
Ich konnte gestern aber mal wieder ausschlafen. War recht schön. Dann bin ich zur Arbeit und ich kann wieder kaum sagen, was ich so gemacht hab. Der Tag ging so vorbei. Mittags war ich zur Feier des Tages Essen. Ich habe für ein Getränk, eine Vorspeise und ein Hauptgang 2,40 Ls (ca. 3,50 Euro) bezahlt. Es hat sehr gut geschmeckt. Danach habe ich mir neue Schuhe gekauft- natürlich grüne. Die hatte ich mir schon lange angeguckt und deswegen ging das ganz fix. Am Nachmittag habe ich nicht so viel Spannendes gemacht. Ich habe ein wenig aufgeräumt und allgemein mich ausgeruht. Ich habe neue Bilder hochgeladen. In der Diashow sind jetzt die Septemberbilder. Wie gesagt einfach anklicken und auf Benjamin Roeder klicken, dann sind da auch alle anderen Bilder. Um 18h bin ich diese Woche mal nicht bei der Bibelstunde gewesen, sondern bei der christlichen Studentenorganisation. Bei dem Treffen haben sie sich nochmals vorgestellt für neue Mitglieder. Neben ein paar Spielen, einem Video und einer Fragerunde haben wir auch gleich Kleingruppen gebildet. Leider kann ich nicht regelmäßig zu dem Termin, weil ich in der Kirche sein muss, aber ab und an werde ich da auch nochmal vorbeischauen. In meiner Gruppe werden wir das Markusevangelium durchgehen und auseinander nehmen. Das war ein richtig schönes Treffen. Es waren auch 2 aus unser Kuldīga-gruppe da. Ich habe auch bei dem Treffen schon relativ viel verstanden. Wenn ich den Zusammenhang weiß, worum es gerade geht, dann verstehe ich schon ganz gut. Mein lettisch wird immer besser. Allerdings verstehe ich, wenn ich keinen Zusammenhang habe, auch gar nichts. Aber bisher sind ja erst 4 Wochen um.
Nach dem Treffen bin ich zurück in mein Zimmer, war ein bisschen im Internet und dann bin ich noch einkaufen gewesen. Ich wollte neben Brot für heute Morgen auch Bier für heute Abend kaufen. Als ich dann meine ganzen Sachen aufs Band gelegt habe, ist auf einmal eine Bierflasche geplatzt. ich kann mir das gar nicht erklären wieso, aber das war Mega peinlich, weil auf einmal die ganze Kasse unter Wasser stand. Mir war das sehr unangenehm, aber die haben das mit einer Maschine ganz schnell sauber gemacht. Sonst ist eigentlich nichts passiert, aber das reichte mir auch.
Als ich dann gerade wieder auf meinem Zimmer war und ich gerade den Schock verdaut hatte, klopfte es auf einmal an der Tür. Nachdem ich vorgestern fast bei einer Studentenumfrage mitmachen musste, war gestern ein Mädchen da und meinte, ich dachte mir, du kommst ja aus Deutschland und wohnst hier alleine, du bist bestimmt einsam. Im Nachhinein stellte sich heraus, dass sie einsam war, weil sie aus dem Osten Lettlands kommt und nicht, wie viele andere Studenten uebers Wochenende nach Hause fahren können. Außerdem kennt sie hier noch kaum jemanden. Wir haben dann das übrig gebliebene Bier getrunken und Bilder geguckt und viel geredet. Das war schon cool, auch wenn ich diese Treffen ab nächster Woche, wo ich meine neue Wohnung habe, nicht mehr habe, bin ich doch eher glücklich darüber, hier auszuziehen. Gestern war ich das erste Mal in einem richtigen lettischen Studentenwohnheimzimmer. Die wohnen ja nicht nur zu dritt in dem Raum, wo ich alleine wohne, sie haben auch total schlechte Betten. Also ich habe hier als Deutscher schon erhebliche Vorteile. Nun gut ich bezahle auch mehr, aber so richtig wohl fühle ich mich damit nicht. Ich glaube, viele Letten wissen, was ich für Vorteile habe und deshalb wird man doch immer wieder schief angeguckt. Lettland bzw. die Letten sind doch viel ärmer als es aussieht bzw. als sie sich geben. Trotz allem bin ich froh, dann meine eigene Wohnung zu haben. Da kann ich doch mehr mache, was ich möchte und es wird mir nicht bei allem, was ich mache neidisch auf die Finger geschaut.
Naja, darüber habe ich gestern noch eine ganze Zeit nachgedacht. Heute bin ich zur Arbeit, aber da war kaum was los. Nächste Woche habe ich wieder ein bisschen mehr zu tun, weil dann die Svētdienaskola (Sonntagsschule) beginnt und die Jugendgruppe hat ihr erstes Treffen. Heute habe ich mich mit Liene getroffen. Wir haben gemeinsam gegessen, bei mir. Ich hatte alles da und trotzdem hat sie darauf bestanden, dass wir ihr Brot auch mit auf den Tisch legen. Ich weiß nicht, ich kann dieses Gefühl nicht beschreiben, aber die Letten wollen sich auch nicht vor mir einladen lassen.
Naja, nachdem ihr Brot auf dem Tisch war, hatten wir eine schöne Zeit.
Jetzt bin ich wieder auf der Arbeit, weil mein Internet zuhause ein wenig spinnt. Naja, aber das ist nicht so wild. Gleich treffen sich verschiedene humanitäre Organisationen. Mal schauen, was da so besprochen wird. Heute Abend mache ich dann meine Feuerparty. Ich fahre in meine neue Wohnung und mache dort das erste Feuer, weil noch die Inhaberin daist und sie, ok ich auch, sicher gehen will, dass das mit dem Heizen kein Problem wird. Dafür hatte ich auch eigentlich das Bier gekauft. Ihr englischer Freund wird für uns kochen, ich bin mal gespannt. Morgen fahre ich dann das Wochenende über nach Kuldīga. Ich werde eine Nacht in der Kirche übernachten und eine Nacht bei Davis. Darauf freue ich mich schon sehr. Wahrscheinlich kann ich erst wieder am Sonntag schreiben, aber mal schauen.
Liebe Grüße bis dahin
Ich konnte gestern aber mal wieder ausschlafen. War recht schön. Dann bin ich zur Arbeit und ich kann wieder kaum sagen, was ich so gemacht hab. Der Tag ging so vorbei. Mittags war ich zur Feier des Tages Essen. Ich habe für ein Getränk, eine Vorspeise und ein Hauptgang 2,40 Ls (ca. 3,50 Euro) bezahlt. Es hat sehr gut geschmeckt. Danach habe ich mir neue Schuhe gekauft- natürlich grüne. Die hatte ich mir schon lange angeguckt und deswegen ging das ganz fix. Am Nachmittag habe ich nicht so viel Spannendes gemacht. Ich habe ein wenig aufgeräumt und allgemein mich ausgeruht. Ich habe neue Bilder hochgeladen. In der Diashow sind jetzt die Septemberbilder. Wie gesagt einfach anklicken und auf Benjamin Roeder klicken, dann sind da auch alle anderen Bilder. Um 18h bin ich diese Woche mal nicht bei der Bibelstunde gewesen, sondern bei der christlichen Studentenorganisation. Bei dem Treffen haben sie sich nochmals vorgestellt für neue Mitglieder. Neben ein paar Spielen, einem Video und einer Fragerunde haben wir auch gleich Kleingruppen gebildet. Leider kann ich nicht regelmäßig zu dem Termin, weil ich in der Kirche sein muss, aber ab und an werde ich da auch nochmal vorbeischauen. In meiner Gruppe werden wir das Markusevangelium durchgehen und auseinander nehmen. Das war ein richtig schönes Treffen. Es waren auch 2 aus unser Kuldīga-gruppe da. Ich habe auch bei dem Treffen schon relativ viel verstanden. Wenn ich den Zusammenhang weiß, worum es gerade geht, dann verstehe ich schon ganz gut. Mein lettisch wird immer besser. Allerdings verstehe ich, wenn ich keinen Zusammenhang habe, auch gar nichts. Aber bisher sind ja erst 4 Wochen um.
Nach dem Treffen bin ich zurück in mein Zimmer, war ein bisschen im Internet und dann bin ich noch einkaufen gewesen. Ich wollte neben Brot für heute Morgen auch Bier für heute Abend kaufen. Als ich dann meine ganzen Sachen aufs Band gelegt habe, ist auf einmal eine Bierflasche geplatzt. ich kann mir das gar nicht erklären wieso, aber das war Mega peinlich, weil auf einmal die ganze Kasse unter Wasser stand. Mir war das sehr unangenehm, aber die haben das mit einer Maschine ganz schnell sauber gemacht. Sonst ist eigentlich nichts passiert, aber das reichte mir auch.
Als ich dann gerade wieder auf meinem Zimmer war und ich gerade den Schock verdaut hatte, klopfte es auf einmal an der Tür. Nachdem ich vorgestern fast bei einer Studentenumfrage mitmachen musste, war gestern ein Mädchen da und meinte, ich dachte mir, du kommst ja aus Deutschland und wohnst hier alleine, du bist bestimmt einsam. Im Nachhinein stellte sich heraus, dass sie einsam war, weil sie aus dem Osten Lettlands kommt und nicht, wie viele andere Studenten uebers Wochenende nach Hause fahren können. Außerdem kennt sie hier noch kaum jemanden. Wir haben dann das übrig gebliebene Bier getrunken und Bilder geguckt und viel geredet. Das war schon cool, auch wenn ich diese Treffen ab nächster Woche, wo ich meine neue Wohnung habe, nicht mehr habe, bin ich doch eher glücklich darüber, hier auszuziehen. Gestern war ich das erste Mal in einem richtigen lettischen Studentenwohnheimzimmer. Die wohnen ja nicht nur zu dritt in dem Raum, wo ich alleine wohne, sie haben auch total schlechte Betten. Also ich habe hier als Deutscher schon erhebliche Vorteile. Nun gut ich bezahle auch mehr, aber so richtig wohl fühle ich mich damit nicht. Ich glaube, viele Letten wissen, was ich für Vorteile habe und deshalb wird man doch immer wieder schief angeguckt. Lettland bzw. die Letten sind doch viel ärmer als es aussieht bzw. als sie sich geben. Trotz allem bin ich froh, dann meine eigene Wohnung zu haben. Da kann ich doch mehr mache, was ich möchte und es wird mir nicht bei allem, was ich mache neidisch auf die Finger geschaut.
Naja, darüber habe ich gestern noch eine ganze Zeit nachgedacht. Heute bin ich zur Arbeit, aber da war kaum was los. Nächste Woche habe ich wieder ein bisschen mehr zu tun, weil dann die Svētdienaskola (Sonntagsschule) beginnt und die Jugendgruppe hat ihr erstes Treffen. Heute habe ich mich mit Liene getroffen. Wir haben gemeinsam gegessen, bei mir. Ich hatte alles da und trotzdem hat sie darauf bestanden, dass wir ihr Brot auch mit auf den Tisch legen. Ich weiß nicht, ich kann dieses Gefühl nicht beschreiben, aber die Letten wollen sich auch nicht vor mir einladen lassen.
Naja, nachdem ihr Brot auf dem Tisch war, hatten wir eine schöne Zeit.
Jetzt bin ich wieder auf der Arbeit, weil mein Internet zuhause ein wenig spinnt. Naja, aber das ist nicht so wild. Gleich treffen sich verschiedene humanitäre Organisationen. Mal schauen, was da so besprochen wird. Heute Abend mache ich dann meine Feuerparty. Ich fahre in meine neue Wohnung und mache dort das erste Feuer, weil noch die Inhaberin daist und sie, ok ich auch, sicher gehen will, dass das mit dem Heizen kein Problem wird. Dafür hatte ich auch eigentlich das Bier gekauft. Ihr englischer Freund wird für uns kochen, ich bin mal gespannt. Morgen fahre ich dann das Wochenende über nach Kuldīga. Ich werde eine Nacht in der Kirche übernachten und eine Nacht bei Davis. Darauf freue ich mich schon sehr. Wahrscheinlich kann ich erst wieder am Sonntag schreiben, aber mal schauen.
Liebe Grüße bis dahin
Mittwoch, 23. September 2009
Šodien...
... manai Mamiņai ir dzimšanas diena
Daudz Laimes!
Dzimšanas dienā
Tavā dzimšanas dienā tev mīļotā
Dārgas dāvanas nevaru nest
Toties jūnija vakarā zvīļotā
Tev par mīlu reiz stāstīšu es.
Stundām ilgi es gaidu un vēroju
Tavā logā jau rītausma plaukst
Saules atblāzmu debesīs vēroju
Mājās aizeju klusēdams, draugs.
Es vēl kopmītnē dzīvoju pagaidām
Skaistus sapņus sirds līdzi sev nes
Lielus darbus, kas manu jau sagaida
Protams nākotnē paveikšu es.
Kā gan mīļotās sirdi lai sasniedzu
Reizēm noskumis pārmetu sev?
Ļoti vienkāršu dāvanu pasniegšu-
Savu sirdi es dāvinu tev.
Daudz Laimes!
Dzimšanas dienā
Tavā dzimšanas dienā tev mīļotā
Dārgas dāvanas nevaru nest
Toties jūnija vakarā zvīļotā
Tev par mīlu reiz stāstīšu es.
Stundām ilgi es gaidu un vēroju
Tavā logā jau rītausma plaukst
Saules atblāzmu debesīs vēroju
Mājās aizeju klusēdams, draugs.
Es vēl kopmītnē dzīvoju pagaidām
Skaistus sapņus sirds līdzi sev nes
Lielus darbus, kas manu jau sagaida
Protams nākotnē paveikšu es.
Kā gan mīļotās sirdi lai sasniedzu
Reizēm noskumis pārmetu sev?
Ļoti vienkāršu dāvanu pasniegšu-
Savu sirdi es dāvinu tev.
Dienstag, 22. September 2009
Ausflug
Labvakar (Guten Abend)
Gestern war wieder Deutschunterricht. Es waren wieder sehr, sehr viele. Ich überlege noch eine 2. Gruppe aufzumachen, weil auch immernoch wieder neue kommen. Das macht auch echt Spaß. Zurzeit bin ich dabei, dass jeder ein Text schreibt. Hallo ich bin... ich komme aus, meine Hobbys, ich habe einen Bruder, der ist. Jahre alt... usw. Teilweise sind die echt schon gut, wobei viele mit Vorkenntnissen da sind. Nächste Woche möchte ich dann noch von jedem ein Foto machen und dann hängen wir das im Gemeinderaum aus. Das wird bestimmt toll und die "Schüler" sehen auch schon schnell Erfolge. Alleine durch das Aufschreiben festigt sich das doch bei denen noch viel mehr.
Gestern Abend hatte ich zwar noch kurz Besuch, aber nichts Großes.
Naja, heute war wieder Andacht. Der Pastor war wieder da und heute war das richtig gut, weil er uns ein wenig provoziert hat. Das war aber nicht negativ, aber das hat doch mal zum Nachdenken angeregt. Nach der Andacht habe ich die Abrechnung für das Wochenende gemacht und mein ausgelegtes Geld zurück bekommen. Der Pastor hat mit mir auch nochmal über das Wochenende geredet. Das fand ich sehr schön, weil er sonst immer sagt, mach, wie du denkst, das wird bestimmt gut. Jetzt war er aber auch sehr interessiert wie es war und das fand ich sehr wichtig. Ich habe ihm meine paar "Probleme" aufgezählt und er meint, wie ich, dass man da beim nächsten Mal darauf achten muss und dann sollten die Probleme aus dem Weg geschafft sein. Übrigens wollen die Senioren jetzt auch ein Schlafwochenende habe. Ich hoffe allerdings noch, dass sie das als Scherz meinen. Danach haben wir noch über das Kinderheim geredet und er war sehr glücklich, dass ich ihm so genau gesagt hab, was mich gestört hat, weil nur so kann man da weiter arbeiten und zu einem zufriedenstellenden Ergebnis kommen. Das Gespräch heute war echt gut.
Um 12 Uhr war stand dann wieder Handarbeit auf dem Programm. Ich mache mich schon ganz gut. Auch wenn ich nicht so schnell bin und ich vieles doppelt machen muss. Ich bin übrigens erst mal dabei, einen Schal zu stricken. Aber ich bin zuversichtlich. Wenn alles nach Plan läuft habe ich zu meinem Abschied in 9 1/2 Monaten einen schönen selbstgestrickten Schal. Nein im Ernst, ich glaube, das läuft langsam aber sicher.
Danach war eine kleine Fete für Herbert und seine Frau. Das Ehepaar, das mit dem Transporter hier ist. Die beiden hatten einen Empfang beim Bürgermeister und wurden für ihre Arbeit geehrt. Wir saßen dann in kleiner Runde und haben natürlich ausgiebig gegessen. Er hat ein wenig über die Probleme geredet, die es gab, als Lettland noch nicht in der EU war. Das waren teilweise echt lustige Geschichten.
Am Nachmittag bin ich dann mit Herbert, seiner Frau, einer Deutschlehrerin und Virstus, unserem Fahrer in die Nähe von Aizpute gefahren. Dort haben wir dann verschiedene Gutshäuser besichtigt. Ich bin mir gar nicht mehr sicher wie die heißen. Die wurden aber bis 1905 von deutschen bewohnt. Total schöne Parkanlagen haben sie um die Häuser herum gebaut. Das war echt schön. Außerdem waren wir noch in einer total schönen Kirche und in einem Milchmuseum. Da wurde gezeigt, wie sich die Milchwirtschaft in den vergangenen Jahren verändert hat. Das war auch äußerst interessant. Aber ich glaube das Beste an dem Nachmittag waren die Informationen nebenbei. Alles, was die Deutschlehrerin immer so nebenbei erzählt hat und sie hat viel erzählt. Das war richtig schön. Sie hat mir einen Vorschlag gemacht. Ich soll in das Touristikbüro gehen. Da sind viele interessante Flyer usw. und da sind viele Karten von Lettland(kostenlos) und da soll ich mir eine mitnehmen und mit Stecknadeln immer eintragen, wo ich schon war, damit ich sehen kann, wo ich noch hin muss. Das finde ich sehr toll und spätestens in meiner neuen Wohnung möchte ich mir das anlegen. Das ist bestimmt ne coole Erinnerung.
So. Jetzt muss ich demnächst mal ins Bett. Das war doch alles sehr anstrengend, aber schön.
Gestern war wieder Deutschunterricht. Es waren wieder sehr, sehr viele. Ich überlege noch eine 2. Gruppe aufzumachen, weil auch immernoch wieder neue kommen. Das macht auch echt Spaß. Zurzeit bin ich dabei, dass jeder ein Text schreibt. Hallo ich bin... ich komme aus, meine Hobbys, ich habe einen Bruder, der ist. Jahre alt... usw. Teilweise sind die echt schon gut, wobei viele mit Vorkenntnissen da sind. Nächste Woche möchte ich dann noch von jedem ein Foto machen und dann hängen wir das im Gemeinderaum aus. Das wird bestimmt toll und die "Schüler" sehen auch schon schnell Erfolge. Alleine durch das Aufschreiben festigt sich das doch bei denen noch viel mehr.
Gestern Abend hatte ich zwar noch kurz Besuch, aber nichts Großes.
Naja, heute war wieder Andacht. Der Pastor war wieder da und heute war das richtig gut, weil er uns ein wenig provoziert hat. Das war aber nicht negativ, aber das hat doch mal zum Nachdenken angeregt. Nach der Andacht habe ich die Abrechnung für das Wochenende gemacht und mein ausgelegtes Geld zurück bekommen. Der Pastor hat mit mir auch nochmal über das Wochenende geredet. Das fand ich sehr schön, weil er sonst immer sagt, mach, wie du denkst, das wird bestimmt gut. Jetzt war er aber auch sehr interessiert wie es war und das fand ich sehr wichtig. Ich habe ihm meine paar "Probleme" aufgezählt und er meint, wie ich, dass man da beim nächsten Mal darauf achten muss und dann sollten die Probleme aus dem Weg geschafft sein. Übrigens wollen die Senioren jetzt auch ein Schlafwochenende habe. Ich hoffe allerdings noch, dass sie das als Scherz meinen. Danach haben wir noch über das Kinderheim geredet und er war sehr glücklich, dass ich ihm so genau gesagt hab, was mich gestört hat, weil nur so kann man da weiter arbeiten und zu einem zufriedenstellenden Ergebnis kommen. Das Gespräch heute war echt gut.
Um 12 Uhr war stand dann wieder Handarbeit auf dem Programm. Ich mache mich schon ganz gut. Auch wenn ich nicht so schnell bin und ich vieles doppelt machen muss. Ich bin übrigens erst mal dabei, einen Schal zu stricken. Aber ich bin zuversichtlich. Wenn alles nach Plan läuft habe ich zu meinem Abschied in 9 1/2 Monaten einen schönen selbstgestrickten Schal. Nein im Ernst, ich glaube, das läuft langsam aber sicher.
Danach war eine kleine Fete für Herbert und seine Frau. Das Ehepaar, das mit dem Transporter hier ist. Die beiden hatten einen Empfang beim Bürgermeister und wurden für ihre Arbeit geehrt. Wir saßen dann in kleiner Runde und haben natürlich ausgiebig gegessen. Er hat ein wenig über die Probleme geredet, die es gab, als Lettland noch nicht in der EU war. Das waren teilweise echt lustige Geschichten.
Am Nachmittag bin ich dann mit Herbert, seiner Frau, einer Deutschlehrerin und Virstus, unserem Fahrer in die Nähe von Aizpute gefahren. Dort haben wir dann verschiedene Gutshäuser besichtigt. Ich bin mir gar nicht mehr sicher wie die heißen. Die wurden aber bis 1905 von deutschen bewohnt. Total schöne Parkanlagen haben sie um die Häuser herum gebaut. Das war echt schön. Außerdem waren wir noch in einer total schönen Kirche und in einem Milchmuseum. Da wurde gezeigt, wie sich die Milchwirtschaft in den vergangenen Jahren verändert hat. Das war auch äußerst interessant. Aber ich glaube das Beste an dem Nachmittag waren die Informationen nebenbei. Alles, was die Deutschlehrerin immer so nebenbei erzählt hat und sie hat viel erzählt. Das war richtig schön. Sie hat mir einen Vorschlag gemacht. Ich soll in das Touristikbüro gehen. Da sind viele interessante Flyer usw. und da sind viele Karten von Lettland(kostenlos) und da soll ich mir eine mitnehmen und mit Stecknadeln immer eintragen, wo ich schon war, damit ich sehen kann, wo ich noch hin muss. Das finde ich sehr toll und spätestens in meiner neuen Wohnung möchte ich mir das anlegen. Das ist bestimmt ne coole Erinnerung.
So. Jetzt muss ich demnächst mal ins Bett. Das war doch alles sehr anstrengend, aber schön.
Montag, 21. September 2009
Das Schlafwochenende
Hey...
Es tut mir leid, aber die Berichte werden langsam etwas weniger. Einerseits gibt es nicht mehr so viel zuzählen oder andererseits habe ich einfach keine Zeit gehabt. So war es diesmal, denn das Schlafwochenende stand an.
Aber zunächst noch der Freitag. Ich habe mich nochmal mit Anda getroffen. Wir sind noch ein bisschen durch die Gegend gefahren und gegangen. Es war immer sehr schön mit ihr, aber mittlerweile ist ja in Deutschland und liest auch mit. Liebe Grüße an der Stelle. Abends war noch eine Probe. Das ging ganz schnell und dann haben wir uns noch um die Lieder gekümmert, die wir am Samstagabend singen wollten. Da hatte ich aber nicht so viel zu tun, weil ich außer die 2-3 Lieder, die wir in Kuldīga gesungen haben, ja doch keine Lieder kenne.
Aber gut, wir haben uns dann am Samstag um 13 h getroffen. "Wir" heißt, wir waren drei. Zwei Mädchen neben mir( Lelde und Inga). Mit Lelde habe ich ja schon ganz viel zusammen gemacht und Inga kenn ich vom Konfirmandenunterricht. Naja wir waren dann erst einmal einkaufen. Das war sehr schwer, weil wir nicht mal wussten, wie viele Kinder überhaupt kommen. Anmeldedaten werden hier nämlich als nicht so wichtig angesehen. Wir haben dann mit ein paar mehr geplant. Das war auch gut so... Aber das wäre auch nicht so schlimm gewesen, weil die Kirche fast genau im Zentrum ist und wir nicht lange zum Shop gehen und auch am Sonntag hat hier fast jeder Laden von 8-22h auf. Wie auch immer, ich muss uns ja mal loben, wir haben alles beim ersten Einkauf gekriegt und mussten nicht nochmal los und wir haben auch nichts über gehabt. Das war richtig gut und das war auch nicht so teuer wie befürchtet. Ich denke, in dem Rahmen darf ich das wieder machen.
Um 15 h haben wir uns getroffen. Das war schon ein bisschen durcheinander, weil kaum jemand mit den Eltern gekommen ist, die eigentlich noch unterschreiben hätten müssen, aber auch das sehen die Letten hier nicht so schlimm. Wir haben dann mit den Spielen angefangen. Einerseits total toll, die meisten haben richtig gut mitgemacht aber ein Mädchen saß da und meinte, das sei ihr zu kindisch hier. Sie wollte uns dann auch nicht ihren Namen verraten (jaja kindisch) wie auch immer, sie hat absolut gar nichts mitgemacht und ich war überfordert, weil ich ja auch nicht mit ihr diskutieren konnte. Naja, sie wurde dann ziemlich bald abgeholt, aber ich denke mir, wenn man auf dem Zettel 10-15 ist und man dann 12 jährige als zu kindisch findet, weiß ich auch nicht. Sie war ja nicht mal die älteste. Es waren 2 Kinder noch älter, aber nun gut. Nicht weiter an sie denken, die anderen haben gut mitgemacht. Die Kinder waren echt mit Eifer dabei, das hat echt Spaß gemacht. Bilder werde ich bald hochladen. Um 17.15 haben wir aufgehört und hatte gehofft, dass sie sich mit sich selbst beschäftigen können, war leider nicht so. Sie konnte erst Fußballspielen, als ich dabei war. Naja, ein paar haben dann bei der Essensvorbereitung geholfen. Das brauchte ich dann nicht machen. Beim Essen dann der nächste Schock, in meiner Ecke waren alle glücklich. Aber auf einmal sehe ich jemanden aufstehen und rausgehen. 3 Minuten später kommt er wieder, er war beim Supermarkt. Er hat sich ne Tüte Chips gekauft und die dann sehr genüsslich am Tisch gegessen. Ich dachte, was geht denn jetzt ab, aber neben ihm saß eine Betreuerin und ich wollte dann nicht über den ganzen Tisch rufen. Naja, nach dem Essen fand er alles langweilig und meinte, er hat hier kein Spaß, er will nach Hause. Dass er davor 3 Stunden super mitgemacht hat, er immer glücklich aussah, war wohl nicht mehr so wichtig. Nun gut, er (der Bruder von dem Mädchen von dem ich geredet hab) ist dann auch nach Hause und dann war eine richtig coole Gruppe. Am Abend standen Tischspiele auf dem Plan. Das war nicht so gut, weil viele nicht wollten und sowieso zu nichts Lust hatten. Ich hab dann irgendwann aufgegeben, sie zu motivieren. Da war echt so ein kleiner Tiefpunkt. Unter dem Motto lasst mich doch alle in Ruhe. Dann bin ich in einen Nebenraum und da waren 4 Mädchen, eine mit Gitarre und dann haben geübt für unsere Andacht. Das fand ich sehr genial. Wir hatten ein Mädchen gefragt, ob sie nicht spielen möchte und sie hat gleich mal ihre Freundinnen mitgebracht. Dann ging es mir auch wieder besser.
Zur Andacht sind wir in die Kirche gegangen. Aber nicht auf dem direkten Weg. Wir sind außen herum gegangen. Jeder hatte eine Kerze in der Hand. Das war eine richtig coole Idee. Die Kinder wussten nicht wo wir hingingen. In der Kirche waren dann auch nur Kerzen an und kein Licht. Richtig schön.
Gut, abends war dann noch cookeyparty. Letten essen immer und immer Mengen, deswegen brauchten wir eine 3. Mahlzeit. Der Abend war irgendwie aber anstrengend. Die Eine Betreuerin hatte genialer weise in dieser Nacht die Obhut ihrer Nichte. Ich weiß nicht wie alt sie ist, aber wohl nicht älter als 3 und die hat den ganzen Abend geschrienen. Ich habe innerlich sehr gefeiert als sie endlich in einem Nebenraum eingeschlafen war. Wir haben noch kurz den Tag reflektiert und waren uns dann doch einig. Mes sakam un mes beizam kopa. Wir starten und wir beenden das Essen gemeinsam. Um 2 Uhr habe ich dann auch die letzten ins Bett geschickt. Wir haben alle in einem Raum geschlafen und tatsächlich haben alle bis um 8 Uhr geschlafen. Das war richtig schön. Naja der Sonntag war eigentlich das Schönste an dem Wochenende. Das Essen war super, nach dem Essen konnten sie auch alleine draußen spielen und die Spiele danach waren dann doch sehr cool. Kurz vor Ende wollte ich eine Feedbackrunde machen um mal zu erfahren, wie das so war. Was war gut und was hätte besser sein können. Da stellte sich doch heraus, dass die doch sehr zufrieden waren. Natürlich stand am Ende mehr auf der Seite "was hätte besser sein können", aber das ist typisch lettisch wie mir dann Mut gemacht wurde. Ich musste denen dann erst mal erklären, dass wir das nicht wöchentlich und auch nicht alle 2 Wochen machen können. Wir haben uns aber geeinigt, uns einmal in der Woche zu einer Teenagerclub zu treffen können.
Das ist ne ganz coole Gruppe. Wir waren übrigens 11 ohne die beiden, die abgehauen sind. Das ist schon eine Ordentliche Runde...
Wir haben dann aufgeräumt, wo viele Kinder wie selbstverständlich mitgeholfen haben. und dann hatten wir nur noch 1 1/2 Stunden bis zur Abfahrt zum Kinderheim. Lelde und ich waren dann kurz etwas einkaufen und haben uns etwas zu essen gemacht. Es hätte sich nicht gelohnt nach Hause zu gehen und so haben wir lecker gegessen. Dann ging es zum Kinderheim. Dort war irgendwie eine komische Stimmung. Ich kann das nicht beschreiben. Da war keiner, der uns erwartet hat. Wir haben uns dann mitten im Haus in einer Art Turnhalle im Haus aufgebaut. Irgendwann dachte ich, die Kinder haben ein schreckliches Leben hier. Das war alles so kalt. Das hat mir da überhaupt nicht gefallen. Zumal die Kinder ja nichts dafür können, wenn sie ihre Eltern verlieren. Ich muss sagen, das war auch das erste Mal, dass ich überhaupt in einem Kinderheim war. Naja, wir haben dann unser Theaterstück aufgeführt. Ich fand das jetzt nicht so geil. Weil auch die Kinder sehr laut und undiszipliniert waren. Ich weiß auch nicht. Wir haben dann noch gesungen, wo wir uns nicht einmal einig waren. Auch das Spiel, was ich mit Lelde angeleitet habe, ist nicht so angekommen, wie ich das erwartet habe. Das war alles nicht so geil, find ich... Naja. Im Anschluss sind wir nur zu der einen Frau nach Hause und haben uns ihren Garten angeguckt. War schön, aber nicht so spektakulär, ich glaube wir haben damit die Buswartezeit gut überbrückt. Abends war ich dann sehr kaputt zu Hause.
Heute konnte ich leider auch noch nicht ausschlafen, weil ein humanitärer Transport aus Deutschland kam und ich helfen musste beim Ausladen. Aber wie immer hier in Lettland, wenn man Hilfe braucht, dann kommen auch Menschen. Es waren bestimmt 15 Männer da, die alles nach oben geschleppt haben. Das kann ich mir in Deutschland nicht so vorstellen und das Ehepaar aus Deutschland hat das auch bestätigt. Es gab Zeiten, da haben die beiden den LKW alleine beladen. Nach einem kleinen Snack für alle Helfer bin ich dann zum Friseur. Ich hatte für mich schon sehr, sehr lange Haare. Nun gut mit ein paar Haaren- und 4 Ls(6 Euro) weniger bin ich nach Haus und bereite nun gleich noch den Deutschunterricht vor. Ansonsten ist montags ja meist ein bisschen ruhiger.
Ach ja, ich wollte noch sagen, dass das Wetter hier immer noch gut ist. Es ist zwar kälter geworden, aber ich kann mich in der Zeit hier echt nur an 3 Tage mit Regen erinnern. Das ist hier auch nicht normal, aber mir gefällt´s. Gestern zum Beispiel war keine Wolke am Himmel.
Es tut mir leid, aber die Berichte werden langsam etwas weniger. Einerseits gibt es nicht mehr so viel zuzählen oder andererseits habe ich einfach keine Zeit gehabt. So war es diesmal, denn das Schlafwochenende stand an.
Aber zunächst noch der Freitag. Ich habe mich nochmal mit Anda getroffen. Wir sind noch ein bisschen durch die Gegend gefahren und gegangen. Es war immer sehr schön mit ihr, aber mittlerweile ist ja in Deutschland und liest auch mit. Liebe Grüße an der Stelle. Abends war noch eine Probe. Das ging ganz schnell und dann haben wir uns noch um die Lieder gekümmert, die wir am Samstagabend singen wollten. Da hatte ich aber nicht so viel zu tun, weil ich außer die 2-3 Lieder, die wir in Kuldīga gesungen haben, ja doch keine Lieder kenne.
Aber gut, wir haben uns dann am Samstag um 13 h getroffen. "Wir" heißt, wir waren drei. Zwei Mädchen neben mir( Lelde und Inga). Mit Lelde habe ich ja schon ganz viel zusammen gemacht und Inga kenn ich vom Konfirmandenunterricht. Naja wir waren dann erst einmal einkaufen. Das war sehr schwer, weil wir nicht mal wussten, wie viele Kinder überhaupt kommen. Anmeldedaten werden hier nämlich als nicht so wichtig angesehen. Wir haben dann mit ein paar mehr geplant. Das war auch gut so... Aber das wäre auch nicht so schlimm gewesen, weil die Kirche fast genau im Zentrum ist und wir nicht lange zum Shop gehen und auch am Sonntag hat hier fast jeder Laden von 8-22h auf. Wie auch immer, ich muss uns ja mal loben, wir haben alles beim ersten Einkauf gekriegt und mussten nicht nochmal los und wir haben auch nichts über gehabt. Das war richtig gut und das war auch nicht so teuer wie befürchtet. Ich denke, in dem Rahmen darf ich das wieder machen.
Um 15 h haben wir uns getroffen. Das war schon ein bisschen durcheinander, weil kaum jemand mit den Eltern gekommen ist, die eigentlich noch unterschreiben hätten müssen, aber auch das sehen die Letten hier nicht so schlimm. Wir haben dann mit den Spielen angefangen. Einerseits total toll, die meisten haben richtig gut mitgemacht aber ein Mädchen saß da und meinte, das sei ihr zu kindisch hier. Sie wollte uns dann auch nicht ihren Namen verraten (jaja kindisch) wie auch immer, sie hat absolut gar nichts mitgemacht und ich war überfordert, weil ich ja auch nicht mit ihr diskutieren konnte. Naja, sie wurde dann ziemlich bald abgeholt, aber ich denke mir, wenn man auf dem Zettel 10-15 ist und man dann 12 jährige als zu kindisch findet, weiß ich auch nicht. Sie war ja nicht mal die älteste. Es waren 2 Kinder noch älter, aber nun gut. Nicht weiter an sie denken, die anderen haben gut mitgemacht. Die Kinder waren echt mit Eifer dabei, das hat echt Spaß gemacht. Bilder werde ich bald hochladen. Um 17.15 haben wir aufgehört und hatte gehofft, dass sie sich mit sich selbst beschäftigen können, war leider nicht so. Sie konnte erst Fußballspielen, als ich dabei war. Naja, ein paar haben dann bei der Essensvorbereitung geholfen. Das brauchte ich dann nicht machen. Beim Essen dann der nächste Schock, in meiner Ecke waren alle glücklich. Aber auf einmal sehe ich jemanden aufstehen und rausgehen. 3 Minuten später kommt er wieder, er war beim Supermarkt. Er hat sich ne Tüte Chips gekauft und die dann sehr genüsslich am Tisch gegessen. Ich dachte, was geht denn jetzt ab, aber neben ihm saß eine Betreuerin und ich wollte dann nicht über den ganzen Tisch rufen. Naja, nach dem Essen fand er alles langweilig und meinte, er hat hier kein Spaß, er will nach Hause. Dass er davor 3 Stunden super mitgemacht hat, er immer glücklich aussah, war wohl nicht mehr so wichtig. Nun gut, er (der Bruder von dem Mädchen von dem ich geredet hab) ist dann auch nach Hause und dann war eine richtig coole Gruppe. Am Abend standen Tischspiele auf dem Plan. Das war nicht so gut, weil viele nicht wollten und sowieso zu nichts Lust hatten. Ich hab dann irgendwann aufgegeben, sie zu motivieren. Da war echt so ein kleiner Tiefpunkt. Unter dem Motto lasst mich doch alle in Ruhe. Dann bin ich in einen Nebenraum und da waren 4 Mädchen, eine mit Gitarre und dann haben geübt für unsere Andacht. Das fand ich sehr genial. Wir hatten ein Mädchen gefragt, ob sie nicht spielen möchte und sie hat gleich mal ihre Freundinnen mitgebracht. Dann ging es mir auch wieder besser.
Zur Andacht sind wir in die Kirche gegangen. Aber nicht auf dem direkten Weg. Wir sind außen herum gegangen. Jeder hatte eine Kerze in der Hand. Das war eine richtig coole Idee. Die Kinder wussten nicht wo wir hingingen. In der Kirche waren dann auch nur Kerzen an und kein Licht. Richtig schön.
Gut, abends war dann noch cookeyparty. Letten essen immer und immer Mengen, deswegen brauchten wir eine 3. Mahlzeit. Der Abend war irgendwie aber anstrengend. Die Eine Betreuerin hatte genialer weise in dieser Nacht die Obhut ihrer Nichte. Ich weiß nicht wie alt sie ist, aber wohl nicht älter als 3 und die hat den ganzen Abend geschrienen. Ich habe innerlich sehr gefeiert als sie endlich in einem Nebenraum eingeschlafen war. Wir haben noch kurz den Tag reflektiert und waren uns dann doch einig. Mes sakam un mes beizam kopa. Wir starten und wir beenden das Essen gemeinsam. Um 2 Uhr habe ich dann auch die letzten ins Bett geschickt. Wir haben alle in einem Raum geschlafen und tatsächlich haben alle bis um 8 Uhr geschlafen. Das war richtig schön. Naja der Sonntag war eigentlich das Schönste an dem Wochenende. Das Essen war super, nach dem Essen konnten sie auch alleine draußen spielen und die Spiele danach waren dann doch sehr cool. Kurz vor Ende wollte ich eine Feedbackrunde machen um mal zu erfahren, wie das so war. Was war gut und was hätte besser sein können. Da stellte sich doch heraus, dass die doch sehr zufrieden waren. Natürlich stand am Ende mehr auf der Seite "was hätte besser sein können", aber das ist typisch lettisch wie mir dann Mut gemacht wurde. Ich musste denen dann erst mal erklären, dass wir das nicht wöchentlich und auch nicht alle 2 Wochen machen können. Wir haben uns aber geeinigt, uns einmal in der Woche zu einer Teenagerclub zu treffen können.
Das ist ne ganz coole Gruppe. Wir waren übrigens 11 ohne die beiden, die abgehauen sind. Das ist schon eine Ordentliche Runde...
Wir haben dann aufgeräumt, wo viele Kinder wie selbstverständlich mitgeholfen haben. und dann hatten wir nur noch 1 1/2 Stunden bis zur Abfahrt zum Kinderheim. Lelde und ich waren dann kurz etwas einkaufen und haben uns etwas zu essen gemacht. Es hätte sich nicht gelohnt nach Hause zu gehen und so haben wir lecker gegessen. Dann ging es zum Kinderheim. Dort war irgendwie eine komische Stimmung. Ich kann das nicht beschreiben. Da war keiner, der uns erwartet hat. Wir haben uns dann mitten im Haus in einer Art Turnhalle im Haus aufgebaut. Irgendwann dachte ich, die Kinder haben ein schreckliches Leben hier. Das war alles so kalt. Das hat mir da überhaupt nicht gefallen. Zumal die Kinder ja nichts dafür können, wenn sie ihre Eltern verlieren. Ich muss sagen, das war auch das erste Mal, dass ich überhaupt in einem Kinderheim war. Naja, wir haben dann unser Theaterstück aufgeführt. Ich fand das jetzt nicht so geil. Weil auch die Kinder sehr laut und undiszipliniert waren. Ich weiß auch nicht. Wir haben dann noch gesungen, wo wir uns nicht einmal einig waren. Auch das Spiel, was ich mit Lelde angeleitet habe, ist nicht so angekommen, wie ich das erwartet habe. Das war alles nicht so geil, find ich... Naja. Im Anschluss sind wir nur zu der einen Frau nach Hause und haben uns ihren Garten angeguckt. War schön, aber nicht so spektakulär, ich glaube wir haben damit die Buswartezeit gut überbrückt. Abends war ich dann sehr kaputt zu Hause.
Heute konnte ich leider auch noch nicht ausschlafen, weil ein humanitärer Transport aus Deutschland kam und ich helfen musste beim Ausladen. Aber wie immer hier in Lettland, wenn man Hilfe braucht, dann kommen auch Menschen. Es waren bestimmt 15 Männer da, die alles nach oben geschleppt haben. Das kann ich mir in Deutschland nicht so vorstellen und das Ehepaar aus Deutschland hat das auch bestätigt. Es gab Zeiten, da haben die beiden den LKW alleine beladen. Nach einem kleinen Snack für alle Helfer bin ich dann zum Friseur. Ich hatte für mich schon sehr, sehr lange Haare. Nun gut mit ein paar Haaren- und 4 Ls(6 Euro) weniger bin ich nach Haus und bereite nun gleich noch den Deutschunterricht vor. Ansonsten ist montags ja meist ein bisschen ruhiger.
Ach ja, ich wollte noch sagen, dass das Wetter hier immer noch gut ist. Es ist zwar kälter geworden, aber ich kann mich in der Zeit hier echt nur an 3 Tage mit Regen erinnern. Das ist hier auch nicht normal, aber mir gefällt´s. Gestern zum Beispiel war keine Wolke am Himmel.
Freitag, 18. September 2009
Im Heim für geistig behinderte Menschen
Hey..
Gestern am Donnerstag war mal wieder ein langer Tag. Ich kränkele zurzeit ein bisschen. Nichts schlimmes, nur schnupfen wie fast jeder hier in Lettland, aber das hat den Tag noch ein bisschen anstrengender gemacht. Zunächst bin ich um 11zur Arbeit gekommen und habe die letzten Sachen für das Wochenende vorbereitet. Ich habe wohl nun alles, nur das Essen noch nicht. Da habe ich auch nicht so den Plan. Es hat sich aber ein Mädchen gemeldet, die das gerne übernehmen möchte. Ich habe dann 2 1/2 Stunden für mich gearbeitet. Ich hab da auch probiert, weiter den Text zu lernen. Zumindest kann ich jetzt alles aussprechen. Schon mal ein kleiner Anfang. Eigentlich wollte ich mittags nach Hause und dort etwas essen. Als ich jedoch los wollte, wurde ich in der Gemeinde eingeladen. Es gab Kartoffelpfankuchen. Die schmieren da Marmelade rauf. Hat aber gut geschmeckt.
Danach habe ich mich mit dem Pastor getroffen. Wir sind zusammen mit einem Keyboardspieler in ein Heim für geistig behinderte gefahren. Der Pastor wurde da empfangen wie ein Star, er probiert immer einmal im Monat da vorbei zu schauen, um einen Gottesdienst zu machen. Zunächst waren nicht so viele, die ihn begrüßt haben, aber es wurden immer mehr. Es hat sich umgezogen und der Raum war fast komplett voll. Es begann mit einer Namensrunde, das hat sie Menschen schon total gefreut, ihren Namen zu sagen. Dann wurde da echt ein kompletter Gottesdienst durchgezogen. Natürlich ein wenig auf die abgestimmt, aber im Großen und Ganzen kein Unterschied. Was mich total begeistert hat, er zieht die Aufmerksamkeit bei den Gebeten so auf sich, indem alle das nachsagen sollen, was er sagt. Außerdem hat er probiert beim Glaubensbekenntnis ein paar Zeichen einzubauen. Das war richtig schön und für die Zuschauer auch einfach eine schöne Abwechslung. Kurz vor dem letzten Gebet hat er gefragt, für was er beten soll. Einige haben dann etwas gesagt und er hat dafür gebetet. Hier betet man anders. Ich kann das nicht richtig sagen, aber wenn man betet, dann betet man auch mal 10 Minuten. Solange habe ich nie gebetet, aber es gefällt mir. Nach dem Abschluss war ich dann total überrascht, denn nun durften ein paar nach vorne und etwas vorsingen. Immer alleine. Das war echt schön anzusehen. Natürlich wurde nicht jeder Ton getroffen, aber die haben mit so einer Begeisterung gesungen aber wie gesagt alles alleine und vor der gesamten Gruppe. Echt mutig fand ich das. Zunächst eine Frau, die zum Gesang auch getanzt hat, dann ein Mann, der gerappt hat und dann eine Frau, die kaum reden kann, aber sie hat gesungen. Anfangs dachte ich mir, was soll das, aber das hat denen so viel Spaß gemacht. Das war echt cool zu sehen, wie die sich gefreut haben. Danach ist jeder zum Pastor, hat sich verabschiedet und mit ein paar hat er noch gebetet. Das war echt gut für die. Die Menschen haben teilweise echt gestrahlt. Da freue ich mich schon auf das nächste Mal.
Danach ging es sofort wieder in die Gemeinde. Es war schon halb 5. Dort war wieder ein Treffen für das Apfelfest, was hier am 3. Oktober stattfindet. Ich habe kaum etwas mitgekriegt, aber ich soll mich da um die Kinder kümmern. Vielleicht bastele ich etwas mit denen oder wir spielen einfach nur, aber da habe ich noch Zeit mir etwas Tolles zu überlegen. Naja, im Anschluss an das Apfelfesttreffen war wieder Konfirmandenunterricht. Wir haben ein wenig über die Geschichte der Kirche geredet. Es war interessant, weil viel mehr darauf eingegangen wurde, was in Lettland passiert wurde und außerdem war es interessant, wie das Wissen über die Reformation ist. Das ist ein Thema, was bei uns immer sehr wichtig ist und ich glaube jeder Konfirmand kennt Martin Luther, hier war das nicht so, aber jetzt kennen sie ihn ja auch. Naja um 20 h bin ich dann wieder nach Hause. Ich weiß nicht, ich glaube ich habe das schon mal geschrieben. ich habe ja nichts Anstrengendes gemacht, ich saß nur nebenbei, aber vielleicht ist gerade das so anstrengend, weil es ja auch alles in einer anderen Sprache ist.
Heute hatte ich wieder das Wochengespräch mit meinem Pastor. Nichts Besonderes. Wir haben nochmal besprochen, dass ich am nächsten Wochenende nach Kuldīga fahren kann. Nächste Woche kommt ein humanitärer Transport aus Deutschland. Das wird wohl im Zentrum stehen. Naja, mal schauen. Danach war ich nochmal bei Anda. Sie fährt morgen. Wir wollten eigentlich heute nochmal nach Karosta, weil sie da ihr Fahrrad abgeben muss. Ich wollte nicht mehr, weil ich mich halt ein bisschen krank fühle und das vor dem Wochenende nicht noch provozieren wollte. Sie ist aber auch ein bisschen krank und die Frau, der das Fahrrad gehört, hat auch angerufen, dass sie krank ist, und dass Anda das Fahrrad nicht vorbei bringen braucht. So sind wir also nicht los. Ich bin nun hier in meinem Zimmer habe nochmal ein bisschen gewaschen. Das ist für mich noch sehr aufregend. Achja, ich war auch noch kurz auf dem Markt. Der war heute noch größer. Ich wusste nicht so richtig, wie ich das transportieren sollte, deswegen habe ich zunächst nur Himbeeren gekauft. Ich glaube, die Verkäuferin hat nicht gemerkt, dass ich kaum lettisch spreche. Das war echt gut...
Nun gut.. jetzt muss ich den Text noch lernen, heute Abend ist Generalprobe. Außerdem muss ich hier ein bisschen aufräumen.
Gestern am Donnerstag war mal wieder ein langer Tag. Ich kränkele zurzeit ein bisschen. Nichts schlimmes, nur schnupfen wie fast jeder hier in Lettland, aber das hat den Tag noch ein bisschen anstrengender gemacht. Zunächst bin ich um 11zur Arbeit gekommen und habe die letzten Sachen für das Wochenende vorbereitet. Ich habe wohl nun alles, nur das Essen noch nicht. Da habe ich auch nicht so den Plan. Es hat sich aber ein Mädchen gemeldet, die das gerne übernehmen möchte. Ich habe dann 2 1/2 Stunden für mich gearbeitet. Ich hab da auch probiert, weiter den Text zu lernen. Zumindest kann ich jetzt alles aussprechen. Schon mal ein kleiner Anfang. Eigentlich wollte ich mittags nach Hause und dort etwas essen. Als ich jedoch los wollte, wurde ich in der Gemeinde eingeladen. Es gab Kartoffelpfankuchen. Die schmieren da Marmelade rauf. Hat aber gut geschmeckt.
Danach habe ich mich mit dem Pastor getroffen. Wir sind zusammen mit einem Keyboardspieler in ein Heim für geistig behinderte gefahren. Der Pastor wurde da empfangen wie ein Star, er probiert immer einmal im Monat da vorbei zu schauen, um einen Gottesdienst zu machen. Zunächst waren nicht so viele, die ihn begrüßt haben, aber es wurden immer mehr. Es hat sich umgezogen und der Raum war fast komplett voll. Es begann mit einer Namensrunde, das hat sie Menschen schon total gefreut, ihren Namen zu sagen. Dann wurde da echt ein kompletter Gottesdienst durchgezogen. Natürlich ein wenig auf die abgestimmt, aber im Großen und Ganzen kein Unterschied. Was mich total begeistert hat, er zieht die Aufmerksamkeit bei den Gebeten so auf sich, indem alle das nachsagen sollen, was er sagt. Außerdem hat er probiert beim Glaubensbekenntnis ein paar Zeichen einzubauen. Das war richtig schön und für die Zuschauer auch einfach eine schöne Abwechslung. Kurz vor dem letzten Gebet hat er gefragt, für was er beten soll. Einige haben dann etwas gesagt und er hat dafür gebetet. Hier betet man anders. Ich kann das nicht richtig sagen, aber wenn man betet, dann betet man auch mal 10 Minuten. Solange habe ich nie gebetet, aber es gefällt mir. Nach dem Abschluss war ich dann total überrascht, denn nun durften ein paar nach vorne und etwas vorsingen. Immer alleine. Das war echt schön anzusehen. Natürlich wurde nicht jeder Ton getroffen, aber die haben mit so einer Begeisterung gesungen aber wie gesagt alles alleine und vor der gesamten Gruppe. Echt mutig fand ich das. Zunächst eine Frau, die zum Gesang auch getanzt hat, dann ein Mann, der gerappt hat und dann eine Frau, die kaum reden kann, aber sie hat gesungen. Anfangs dachte ich mir, was soll das, aber das hat denen so viel Spaß gemacht. Das war echt cool zu sehen, wie die sich gefreut haben. Danach ist jeder zum Pastor, hat sich verabschiedet und mit ein paar hat er noch gebetet. Das war echt gut für die. Die Menschen haben teilweise echt gestrahlt. Da freue ich mich schon auf das nächste Mal.
Danach ging es sofort wieder in die Gemeinde. Es war schon halb 5. Dort war wieder ein Treffen für das Apfelfest, was hier am 3. Oktober stattfindet. Ich habe kaum etwas mitgekriegt, aber ich soll mich da um die Kinder kümmern. Vielleicht bastele ich etwas mit denen oder wir spielen einfach nur, aber da habe ich noch Zeit mir etwas Tolles zu überlegen. Naja, im Anschluss an das Apfelfesttreffen war wieder Konfirmandenunterricht. Wir haben ein wenig über die Geschichte der Kirche geredet. Es war interessant, weil viel mehr darauf eingegangen wurde, was in Lettland passiert wurde und außerdem war es interessant, wie das Wissen über die Reformation ist. Das ist ein Thema, was bei uns immer sehr wichtig ist und ich glaube jeder Konfirmand kennt Martin Luther, hier war das nicht so, aber jetzt kennen sie ihn ja auch. Naja um 20 h bin ich dann wieder nach Hause. Ich weiß nicht, ich glaube ich habe das schon mal geschrieben. ich habe ja nichts Anstrengendes gemacht, ich saß nur nebenbei, aber vielleicht ist gerade das so anstrengend, weil es ja auch alles in einer anderen Sprache ist.
Heute hatte ich wieder das Wochengespräch mit meinem Pastor. Nichts Besonderes. Wir haben nochmal besprochen, dass ich am nächsten Wochenende nach Kuldīga fahren kann. Nächste Woche kommt ein humanitärer Transport aus Deutschland. Das wird wohl im Zentrum stehen. Naja, mal schauen. Danach war ich nochmal bei Anda. Sie fährt morgen. Wir wollten eigentlich heute nochmal nach Karosta, weil sie da ihr Fahrrad abgeben muss. Ich wollte nicht mehr, weil ich mich halt ein bisschen krank fühle und das vor dem Wochenende nicht noch provozieren wollte. Sie ist aber auch ein bisschen krank und die Frau, der das Fahrrad gehört, hat auch angerufen, dass sie krank ist, und dass Anda das Fahrrad nicht vorbei bringen braucht. So sind wir also nicht los. Ich bin nun hier in meinem Zimmer habe nochmal ein bisschen gewaschen. Das ist für mich noch sehr aufregend. Achja, ich war auch noch kurz auf dem Markt. Der war heute noch größer. Ich wusste nicht so richtig, wie ich das transportieren sollte, deswegen habe ich zunächst nur Himbeeren gekauft. Ich glaube, die Verkäuferin hat nicht gemerkt, dass ich kaum lettisch spreche. Das war echt gut...
Nun gut.. jetzt muss ich den Text noch lernen, heute Abend ist Generalprobe. Außerdem muss ich hier ein bisschen aufräumen.
Mittwoch, 16. September 2009
Die Handarbeitsgruppe
Labvakar!
Montag habe ich mich mit nun endlich mit Linda und Madars getroffen. Das war richtig schön. Wir waren zunächst kurz bei mir. Danach haben sie mir ihre Wohnung gezeigt. Außerdem haben wir versucht einen Fußballverein zu finden. Das ist hier aber schwerer als erwartet. Wie sich nun im Nachhinein herausstellte habe ich mein erstes Training am 2.Oktober. Das sind dann aber 10 km außerhalb von Liepāja. Mal schauen, wie das wird. Wenn ich das richtig verstanden habe, ist das auch nur in der Halle. Aber gut, besser als gar nichts, wenn das denn klappt..
Am Abend hatte ich dann meine 2. Deutschstunde. Es waren nicht mehr 14 aber doch noch 12 da. War richtig gut. Ich plane nun, dass sie alle ein bisschen über sich erzählen können. Ich heiße... und bin... Jahre alt. ich habe einen Sohn, eine Schwester oder so... Wenn das alles gut klappt, dann möchte ich, dass sie das auf einen Zettel schreiben und die hängen wir dann auf. Ich glaube, das wird richtig gut. Ich habe nun auch nochmal einen Flyer gemacht und auf gehangen, weil viele noch gar nichts davon mitbekommen haben und vielleicht fange ich noch eine 2. Gruppe an. Das macht echt Spaß und die Menschen sind alle sehr wissbegierig.
Dienstag war erst wieder Andacht, wo ich anfangs nichts verstanden habe, weil der Pastor nicht da war. Dann habe ich den einen gefragt, weil ich weiß, dass er gut deutsch spricht, ob er mir etwas übersetzen kann. Er fing dann aber an mir sonstwas zu erzählen. Von seinem Deutschlandurlaub und nicht das, was gerade bei der Andacht besprochen wurde. Nun gut. Nächste Woche ist hoffentlich wieder der Pastor dabei. Danach habe ich wieder ein bisschen am PC gearbeitet. Den Deutschflyer habe ich da zum Beispiel erstellt. Um 12 Uhr traf sich dann die Rheumagruppe zur Handarbeit. Ich sollte mich da mal vorstellen und Schwupps saß ich mittendrin und hatte Wolle in der Hand. Das System, was ich machen muss, habe ich verstanden, aber an der Ausführung hapert es noch ein bisschen. Für so Arbeit sind meine Hände nicht geschaffen. Aber gut. Wahrscheinlich bin ich nächste Woche wieder da. Neben dem Stricken habe ich auch ein bisschen lettisch gelernt, weil die Frauen immer wieder probiert haben, mir etwas beizubringen. Es hat sich also gelohnt. Naja, danach weiß ich auch nicht mehr, ich habe eigentlich auf der Arbeit immer etwas zu tun. Wobei ich nicht mehr weiß, was ich gemacht habe, meist viele kleine Dinge. Um 14 Uhr ging es nach Hause und ich habe etwas gegessen und mich schlafen gelegt, weil ich in der Nacht echt schlecht geschlafen hatte. Um 16 h habe ich mich dann schon wieder zur Vorbereitung zum Schlafwochenende getroffen. Das war nicht so ernst, wir hatten viel Spaß. Eben eine typische Vorbereitung. Trotzdem waren wir sehr effektiv. Direkt im Anschluss ging es dann zu der Überaschungsabschiedsparty von Anda(die nach Leipzig für ein Jahr geht).
Sie fährt zwar erst am Wochenende aber später hätte es nicht geklappt. Mittlerweile kenn ich schon, die Menschen die da so kommen. Das ist echt schön. Wir haben zusammen gesessen, geredet, natürlich ausgiebig gegessen und gespielt. War ein richtig schöner Abend.
Heute am Mittwoch konnte ich wieder ausschlafen, weil ich immer erst um 11 h auf der Arbeit sein soll. Heute habe ich eine Einverständniserklärung geschrieben. Ich habe sie nur abgetippt. Geschrieben hatten wir sie schon in der Vorbereitung am Dienstag. Ich wollte so einen Zettel schon ganz am Anfang machen, aber da hieß es... ne, so etwas brauch mal in Lettland nicht. Nun also doch. Ist auch kein Problem, wir haben ja noch Zeit. Ich habe dann nochmal angefangen, das Programm abzutippen. Da mach ich dann morgen weiter. Dann hatte ich wieder 2 Stunden Mittagspause, wo ich eigentlich schon schreiben wollte, aber irgendwie bin ich nicht dazu gekommen. ich habe nämlich heute zum ersten Mal in meinem Leben gewaschen. Bisher hat meine Mama (schönen Gruß an der Stelle) immer gewaschen und ich hatte damit nie was zu tun. Aber es hat funktioniert. Es hat zwar ein bisschen gedauert, weil jetzt es gewaschen ist und an meiner selbstimprovisierten Wäscheleine hängt. An der Wäscheleine, die hier auf Toilette zur Verfügung steht, hätte ich meine Wäsche dreckiger gemacht als sie je war. Am Nachmittag war ich erst bei der Bibelstunde der Studenten, wo ich (Anfang 16 h) um 16.05 in einen völlig leeren Raum kam. Kurz danach kam der Leiter und meinte. Ja das ist bei Letten normal und nach und nach kamen die anderen 4. Sodass wir um 16.20 schon vollzählig waren. Dachte ich, denn um 17.00 kamen nochmal 2. Scheint hier wirklich typisch zu sein. Denn als ich wieder zur Gemeinde fuhr, um 18 Uhr wieder zur Bibelstunde zu gehen. Kam der Pastor auch erst 10 nach und war nicht der letzte.
Naja... Im Großen und Ganzen kann man sagen, dass nun doch langsam der Alltag einkehrt und es schwerer wird, etwas Interessantes zu berichten, aber ich bin mal gespannt, wie sich das hier so entwickelt.
Liebe Grüße
Montag habe ich mich mit nun endlich mit Linda und Madars getroffen. Das war richtig schön. Wir waren zunächst kurz bei mir. Danach haben sie mir ihre Wohnung gezeigt. Außerdem haben wir versucht einen Fußballverein zu finden. Das ist hier aber schwerer als erwartet. Wie sich nun im Nachhinein herausstellte habe ich mein erstes Training am 2.Oktober. Das sind dann aber 10 km außerhalb von Liepāja. Mal schauen, wie das wird. Wenn ich das richtig verstanden habe, ist das auch nur in der Halle. Aber gut, besser als gar nichts, wenn das denn klappt..
Am Abend hatte ich dann meine 2. Deutschstunde. Es waren nicht mehr 14 aber doch noch 12 da. War richtig gut. Ich plane nun, dass sie alle ein bisschen über sich erzählen können. Ich heiße... und bin... Jahre alt. ich habe einen Sohn, eine Schwester oder so... Wenn das alles gut klappt, dann möchte ich, dass sie das auf einen Zettel schreiben und die hängen wir dann auf. Ich glaube, das wird richtig gut. Ich habe nun auch nochmal einen Flyer gemacht und auf gehangen, weil viele noch gar nichts davon mitbekommen haben und vielleicht fange ich noch eine 2. Gruppe an. Das macht echt Spaß und die Menschen sind alle sehr wissbegierig.
Dienstag war erst wieder Andacht, wo ich anfangs nichts verstanden habe, weil der Pastor nicht da war. Dann habe ich den einen gefragt, weil ich weiß, dass er gut deutsch spricht, ob er mir etwas übersetzen kann. Er fing dann aber an mir sonstwas zu erzählen. Von seinem Deutschlandurlaub und nicht das, was gerade bei der Andacht besprochen wurde. Nun gut. Nächste Woche ist hoffentlich wieder der Pastor dabei. Danach habe ich wieder ein bisschen am PC gearbeitet. Den Deutschflyer habe ich da zum Beispiel erstellt. Um 12 Uhr traf sich dann die Rheumagruppe zur Handarbeit. Ich sollte mich da mal vorstellen und Schwupps saß ich mittendrin und hatte Wolle in der Hand. Das System, was ich machen muss, habe ich verstanden, aber an der Ausführung hapert es noch ein bisschen. Für so Arbeit sind meine Hände nicht geschaffen. Aber gut. Wahrscheinlich bin ich nächste Woche wieder da. Neben dem Stricken habe ich auch ein bisschen lettisch gelernt, weil die Frauen immer wieder probiert haben, mir etwas beizubringen. Es hat sich also gelohnt. Naja, danach weiß ich auch nicht mehr, ich habe eigentlich auf der Arbeit immer etwas zu tun. Wobei ich nicht mehr weiß, was ich gemacht habe, meist viele kleine Dinge. Um 14 Uhr ging es nach Hause und ich habe etwas gegessen und mich schlafen gelegt, weil ich in der Nacht echt schlecht geschlafen hatte. Um 16 h habe ich mich dann schon wieder zur Vorbereitung zum Schlafwochenende getroffen. Das war nicht so ernst, wir hatten viel Spaß. Eben eine typische Vorbereitung. Trotzdem waren wir sehr effektiv. Direkt im Anschluss ging es dann zu der Überaschungsabschiedsparty von Anda(die nach Leipzig für ein Jahr geht).
Sie fährt zwar erst am Wochenende aber später hätte es nicht geklappt. Mittlerweile kenn ich schon, die Menschen die da so kommen. Das ist echt schön. Wir haben zusammen gesessen, geredet, natürlich ausgiebig gegessen und gespielt. War ein richtig schöner Abend.
Heute am Mittwoch konnte ich wieder ausschlafen, weil ich immer erst um 11 h auf der Arbeit sein soll. Heute habe ich eine Einverständniserklärung geschrieben. Ich habe sie nur abgetippt. Geschrieben hatten wir sie schon in der Vorbereitung am Dienstag. Ich wollte so einen Zettel schon ganz am Anfang machen, aber da hieß es... ne, so etwas brauch mal in Lettland nicht. Nun also doch. Ist auch kein Problem, wir haben ja noch Zeit. Ich habe dann nochmal angefangen, das Programm abzutippen. Da mach ich dann morgen weiter. Dann hatte ich wieder 2 Stunden Mittagspause, wo ich eigentlich schon schreiben wollte, aber irgendwie bin ich nicht dazu gekommen. ich habe nämlich heute zum ersten Mal in meinem Leben gewaschen. Bisher hat meine Mama (schönen Gruß an der Stelle) immer gewaschen und ich hatte damit nie was zu tun. Aber es hat funktioniert. Es hat zwar ein bisschen gedauert, weil jetzt es gewaschen ist und an meiner selbstimprovisierten Wäscheleine hängt. An der Wäscheleine, die hier auf Toilette zur Verfügung steht, hätte ich meine Wäsche dreckiger gemacht als sie je war. Am Nachmittag war ich erst bei der Bibelstunde der Studenten, wo ich (Anfang 16 h) um 16.05 in einen völlig leeren Raum kam. Kurz danach kam der Leiter und meinte. Ja das ist bei Letten normal und nach und nach kamen die anderen 4. Sodass wir um 16.20 schon vollzählig waren. Dachte ich, denn um 17.00 kamen nochmal 2. Scheint hier wirklich typisch zu sein. Denn als ich wieder zur Gemeinde fuhr, um 18 Uhr wieder zur Bibelstunde zu gehen. Kam der Pastor auch erst 10 nach und war nicht der letzte.
Naja... Im Großen und Ganzen kann man sagen, dass nun doch langsam der Alltag einkehrt und es schwerer wird, etwas Interessantes zu berichten, aber ich bin mal gespannt, wie sich das hier so entwickelt.
Liebe Grüße
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